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Wie mache ich ein Staubbad für meine Hühner

Möglicherweise denken Sie, es sei nicht erforderlich für Ihre Hühner ein Staubbad zu machen, denn schließlich scheinen sie es selbst zu tun. Immer wenn es einen trockenen Fleck Erde gibt, picken und kratzen sie daran, hocken sich hin, plustern ihre Federn auf und schütteln ihre Flügel, um möglichst viel Staub aufzuwirbeln, bis sie komplett bedeckt sind.

Das ist in Ordnung. Es gibt jedoch die Möglichkeit, das Staubbad noch angenehmer und effektiver zu gestalten. Ein bisschen so, wie einen Eimer kalten Wassers gegen eine Power-Dusche einzutauschen!

Warum brauchen Hühner Staubbäder?

Genau wie bei einer menschlichen Badewanne dreht sich bei einem Staubbad alles um Sauberkeit. Es sind nicht nur Hühner, die gerne im Staub baden. – Sie können auch andere Vögel wie Spatzen und Amseln beobachten, wie sie ein Staubbad nehmen. Der Staub oder Sand saugt überschüssige Feuchtigkeit und Öle auf der Haut auf. Er schützt auch vor Parasiten wie Milben und Läuse, indem es die Atem-Poren der Insekten mit Staub beschichtet, oder die Parasiten einfach vertreibt.

Sobald das Huhn vollständig mit Staub oder Sand bedeckt ist, schüttelt es sich kräftig, genau wie ein Hund nach einem Bad in einem Fluss. Dann wird das Gefieder noch kurz geputzt, und damit ist die Körperpflege auch schon wieder erledigt!

Zusätzlich zu den körperlichen Vorteilen wird angenommen, dass Hühner auch geistig von Staubbädern profitieren. Es hilft ihnen nicht nur zu entspannen, sondern es ist außerdem eine Form des sozialen Kontakts, mit anderen Hühnern in einer Gruppe zu baden.

Wie man ein Staubbad macht

Besitzer wandeln oft eine alte Katzentoilette oder die Basis eines alten Vogel- oder kleinen Säugetierkäfigs in ein Hühner-Staubbad um. Diese sind jedoch oft etwas zu flach, was dazu führen kann, dass der Inhalt des Staubbads verstreut wird. Es empfiehlt sich stattdessen, einen alten Reifen, eine Schachtel oder eine Holzkiste zu verwenden. Die Wände sollten 20 bis 30 cm hoch sein, also 10cm für den ‚Staub‘ plus 10 – 20cm zusätzlich, um zu verhindern, dass der Inhalt verstreut wird.

Das Staubbad sollte an einem sonnigen Ort platziert werden, da dies ein wichtiges Detail zu sein scheint, und Hühner werden auch im Winter ein sonniges Staubbad aufsuchen. Die ‘Badewanne’ sollte mit ton-und chemikalienfreier Erde (sandig ist ideal) gefüllt und trocken gehalten werden. Es wird in kürzester Zeit fein und staubig werden.

Holzasche – Eines der besten Dinge, die der Erde hinzugefügt werden kann, ist Holzasche. Sie enthält Vitamin K, Kalzium und Magnesium, was sich positiv auf die Gesundheit der Vögel auswirkt. Es absorbiert auch Giftstoffe aus den Poren und wirkt also fast wie eine Medizin. Hühner fressen normalerweise auch etwas von der Asche. Das ist in Ordnung, denn die Nährstoffe wirken sowohl innen als auch außen.

Kieselgur (Lebensmittelqualität) – Dieses natürliche, kieselsäure-reiche Pulver ist ein starker Parasiten-Schutz, und kann Milben, Läuse, Flöhe und Zecken töten. Hühner können darin baden, und man kann ihr Futter damit anreichern.

Feiner Sand – Auch wenn Sie sandige Erde haben, wird das Staubbad durch Hinzufügen von feinem Sand noch verbessert. Es reinigt Federn sehr effektiv und hilft auch, lästige Parasiten abzuhalten.

Getrocknete Kräuter – Man kann, wahlweise, zu einem Staubbad auch getrocknete Kräuter hinzufügen, denn diese sollen gesundheitliche Vorteile haben. Lavendel, Rosmarin, Thymian und Minze sind milde Insektizide, die wiederum bei Parasiten helfen. Rosmarin und Thymian sind auch entzündungshemmend und tragen angeblich dazu bei, die Atmungssysteme von Hühnern gesund zu halten. Oregano und Salbei stärken das Immunsystem und Petersilie sorgt für extra Vitamine. Minze kann bei heißem Wetter helfen, Vögel kühl zu halten, und soll aufgrund ihres starken Geruchs, Nagetiere und Insekten abschrecken. Und zu guter letzt trägt all das grüne Zeug auch noch dazu bei, leuchtend gelbes Eigelb zu produzieren.

Die Staubbad Instandhaltung, besteht darin, jeden Tag den Kot zu entfernen und das Bad ca. jede Woche aufzufüllen, je nachdem, wie viel es benützt wird.

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