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Kann man Haustiere vegan ernähren?

Einige Haustiere, darunter Kaninchen und Meerschweinchen, sind von Natur aus vegan. Hamster und Rennmäuse können, obwohl sie Allesfresser sind, auch auf einer veganen Ernährung gedeihen, bei der der Eiweißgehalt durch Pflanzen und Gemüse geliefert wird. Andere, darunter Hunde, sind Allesfresser oder Fleischfresser, wie z.B. Katzen, die nicht ohne Weiteres mit einer fleischlosen Ernährung versorgt werden können.

Alle Tiere müssen ihren Ernährungsbedürfnissen gerecht werden. Das heißt aber nicht, dass Sie keinen veganen Hund haben können. Vegane Katzen hingegen sind viel problematischer.

Kann mein Hund vegan ernährt werden?

Wenn Sie einem Tier zum ersten Mal gegenüberstünden und eine präzise Einschätzung seiner Ernährungsgewohnheiten vornehmen müssten, würden Sie durch einen Blick auf seine Zähne viele Hinweise erhalten. Das Gebiss eines Hundes, wie auch das eines Bären, verkündet laut und deutlich, dass dieses Tier ein Allesfresser ist – das heißt, eines, das sowohl Fleisch als auch Gemüse frisst. Wenn Sie sich Ihren Hund als domestizierten Wolf vorstellen, bekommen Sie eine gute Vorstellung seiner natürlichen Ernährung.

Doch wie der Panda beweist, kann ein vermeintlicher Fleischfresser manchmal ganz gut mit einer veganen Ernährung auskommen. Die Zähne des Pandas sind ähnlich wie die jedes anderen Bären – lange Eckzähne zum Fleischfressen und Backenzähne zum Zerkleinern von Pflanzen. Und doch fressen Pandas nichts anderes als Bambus. Wenn also ein Bär vegan sein kann, bedeutet das, dass man auch einen veganen Hund haben kann?

Antwort ist ja – aber es ist ein Ja mit einer Menge Kleingedrucktem! Ein Hund braucht eine Ernährung, die Fette und Proteine enthält, die in Fleisch enthalten wären. Es ist gefährlich, dieses Grundbedürfnis zu ignorieren und Ihr Haustier einfach zu füttern, was Sie wollen. Für Hunde mit empfindlichen Mägen, eine fettarme, ballaststoffreiche Ernährung kann zu potenziell lebensbedrohlichen Problemen führen. Fleischlose Ernährung sollte niemals ohne Rücksprache mit einem professionellen Ernährungsberater für Hunde eingeführt werden.

Das in Fleisch enthaltende Kollagen, Elastin und Keratin lässt sich nicht ohne weiteres durch pflanzliche Äquivalente ersetzen. Ihr Hund benötigt auch die “langkettigen” Omega-3-Fette, die in tierischen Produkten wie Eiern, Fisch und einigen Fleischsorten enthalten sind. Vegane Omega-3-Fette sind nicht dasselbe wie die von Tieren stammenden.

All das bereitet einem veganen Hundebesitzer gewöhnlich Kopfzerbrechen. Es gibt jedoch Produkte, von denen behauptet wird, dass sie einem Hund ein gesundes, fleischloses Leben ermöglichen können. Bevor Sie diesen Schritt wagen, sollten Sie sich unbedingt professionellen, wissenschaftlichen Rat einholen. Ein Kompromiss ist hier in der Regel die beste Wahl – eine vegane Ernährung, die mit einigen von Tieren stammende essenziellen Stoffen ergänzt wird. Grillen zum Beispiel können viele der Aminosäuren und Keratin liefern, die einer veganen Ernährung fehlen, und sie bestehen zu 65 % aus Protein.

Kann ich meine Katze vegan ernähren?

Bei Katzen ist ein Kompromiss noch wichtiger. Sie gehören zu den echten Fleischfressern der Welt und beziehen ihren gesamten Nahrungsbedarf von anderen Tieren.

Die größte Herausforderung bei der Reduzierung des Fleischanteils in der Ernährung einer Katze besteht darin, dass Katzen im Gegensatz zu vielen Säugetieren (einschließlich Hunden) bestimmte Proteine nicht selbst herstellen können. Sie müssen diese aus dem Fleisch und Fisch in ihrer Nahrung absorbieren. Aminosäuren sind ein weiteres Problem – Katzen, die zu wenig von der aus Tieren gewonnenen Aminosäure Taurin zu sich nehmen, leiden in der Regel an einer bestimmten Art von Herzproblemen.

Auch ein angereichertes veganes Katzenfutter kann nicht mit gutem Gewissen empfohlen werden. Stellen Sie die Situation auf den Kopf und versuchen Sie sich vorzustellen, ein Kaninchen auf reine Fleischnahrung umzustellen, und Sie verstehen, welche Herausforderung – und welche ethischen Bedenken – damit verbunden sind.

Es werden bereits einige im Labor gezüchteten “Fleisch”-Produkte entwickelt, die für vegane und vegetarische Katzenbesitzer gedacht sind, doch ob diese in absehbarer Zeit auf den Markt kommen – und dort bleiben – ist schwer abzuschätzen.

Für viele vegane Haustierbesitzer ist die Fütterung der Tiere, mit denen sie ihren Lebensbereich teilen, ein großes ethisches Problem. Zur Ethik gehören aber auch die Bedürfnisse des Tieres, und das ist bei Katzen ein Problem, das fast nicht lösbar ist. Wenn Sie in der Lage sind, das Fleisch in der Ernährung Ihrer Katze zu reduzieren, aber nicht zu eliminieren, ist das eine weitaus sicherere Alternative.

Die 10 besten Haustiere für vegane Haushalte

Es gibt natürlich noch viele andere Haustiere, die kein Fleisch fressen, oder die etwas Fleisch essen, aber trotzdem mit einer fleischfreien Ernährung gut zurechtkommen. Hier sind unsere zehn Favoriten:

1. Kaninchen. Hier gibt es keine Probleme – Kaninchen sind glückliche Veganer, mit einer Ernährung, die auf Heu und Gemüse basiert. Man könnte argumentieren, dass die weichen Pellets, die sie auswerfen und dann fressen, eine Art tierische Produkte sind, aber sie sind einfach halb verdaute Vegetation.

2. Meerschweinchen. Wie Kaninchen gedeihen auch diese wundervollen kleinen Tierchen bei einer 100 % veganen Ernährung.

3. Hamster. Da die meisten Hamsterbesitzer ihre Tiere mit handelsüblichem Hamsterfutter füttern, wissen sie vielleicht nicht genau, was die Zutaten dieses Futters sind. Allerdings ist auch vegetarisches und veganes Hamsterfutter erhältlich.

4. Rennmäuse. Wie Hamster sind auch Rennmäuse Allesfresser, die mit einer veganen Ernährung gut klarkommen. Sie neigen dazu, eher empfindliche Mägen zu haben, daher ist die Fütterung mit einer hochwertigen Pellet-Mischung wichtig. Zu viel Frischfutter kann Probleme verursachen

5. Mäuse. Obwohl sie in freier Wildbahn so ziemlich alles fressen, können Mäuse auch vegan leben und gedeihen; dennoch ist es am besten, eine speziell für sie zubereitete Futtermischung zu verwenden. Dadurch wird gewährleistet, dass ihnen keine der Vitamine und Mineralien fehlen, die sie benötigen.

6. Ratten. Sie sind die Allesfresser unter den Nagetieren, aber solange Sie sie mit einer veganen Mischung füttern, die mit allen Nährstoffen angereichert wurde, die sie brauchen, werden sie gedeihen. In der Tat neigen Ratten, die zu viel tierisches Fett fressen, dazu, zuzunehmen und vorzeitig zu sterben.

7. Hühner. Wenn Sie ein freilaufendes Huhn beobachten, wird Ihnen schnell klar, dass es alles frisst – Gras, Käfer, Würmer und alles in Ihrem Gemüsebeet, wenn Sie nicht vorsichtig sind! Das meiste Hühnerfutter ahmt diesen Mix aus pflanzlichen und tierischen Bestandteilen nach. Es ist jedoch möglich, veganes Hühnerfutter zu kaufen, und es gibt Hinweise darauf, dass Hühner damit gut gedeihen können. Allerdings werden sie wahrscheinlich weniger Eier produzieren, und Sie werden sie nicht davon abhalten können, nach Würmern und Ungeziefer zu scharren, egal wie vegan die Legepellets sind!

8. Wellensittiche und Papageien. Für Veganer gibt es bei Wellensittichen und Papageien keine Hindernisse, es sei denn, die Vögel sollen zur Zucht eingesetzt werden. Eier ausbrütende weibliche Vögel brauchen einen Proteinschub, der normalerweise über ein Futter auf Eibasis oder gekochtem Fleisch geliefert wird. Es gibt aber auch vegane Alternativen.

9. Finken. Viele Finkenarten genießen Käfer und Mehlwürmer als Leckerbissen, aber diese sind kein wesentlicher Bestandteil der Ernährung eines erwachsenen Finken. Diese Vögel ernähren sich von einer Mischung aus Samen und frischem Gemüse.

10. Etwas für Reptilienfans. Wenn Sie an Schlangen und Echsen denken, haben Sie wahrscheinlich ein Bild von toten Mäusen oder verendeten Grillen vor Augen. Es gibt jedoch einige häufig als Haustier gehaltene Reptilien, die sich zu 100 % vegan ernähren, wobei der Grüne Leguan der beliebteste ist. Das richtige Verhältnis von Gemüse ist sehr wichtig für die Gesundheit des Tieres, aber Fleisch ist sicherlich etwas, worüber Sie sich keine Sorgen machen müssen.

Es gibt keinen Mangel an Auswahl, wenn es um vegane Haustiere geht. Die Haltung einer veganen Katze oder eines veganen Hundes ist jedoch ein viel schwierigeres Unterfangen. Und bei all Tieren sollte eine ausgewogene Ernährung, die den Ernährungsbedürfnissen des Tieres entspricht, Ihr oberstes Ziel sein.

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Was kann mein Hund zu Weihnachten essen?

Weihnachten ist eine wunderbare Zeit, die alle Familienmitglieder gleichermassen genießen sollten. Auch dein Hund!

Allerdings sollte man auch die Feiertage mit Vorsicht geniessen, wenn es um eure Hunde geht. Ihnen “eine Leckerei vom Tisch” zu geben oder sie in die geschäftige Küche zu lassen, kann unglücklicherweise ernsthafte Probleme machen.

Nahrungsmittel, die dein Hund nicht essen sollte.

Eine grundlegende Regel sollte gleich am Anfang gesagt werden: Alkohol ist absolut zu meiden! Die kleinsten Mengen Alkohol sind extrem schädlich für deinen Hund. Auch einige traditionelle Weihnachtsspeisen sollten nicht mit den Hunden geteilt werden

  1. Die Haut und Knochen von Geflügel
    Geflügelknochen sind sehr gefährlich. Diese sind sehr empfindlich, zerbrechlich und zersplittern schnell in kleinere Teile, dadurch ist hier die Erstickungsgefahr besonders hoch! Die Haut von Hühnern, Puten und Gänsen ist sehr fett und kann Probleme mit der Bauchspeicheldrüse hervorrufen.
  2. Die Bratensoße vom Weihnachtsessen
    Bratensoße scheint wie die perfekte Ergänzung zu dem Weihnachtsschmaus eures Hundes, aber Soße ist oft sehr salz- und fetthaltig. Beides kann sehr ungesund für Hunde sein.
  3. Zwiebel und andere Knollengewächse
    Alle Knollengewächse sind ungesund für eure Hunde, aber Zwiebeln sind allen vorran besonders besorgniserregend. Sie sind giftig für Hunde und sollten daher stehts ausser Reichweite sein. Zwiebeln werden keinen Schaden nach einmaligem Verzehr anrichten, aber die Gefahr hier ist die Anreicherung der Giftstoffe bei regelmässigem Konsum. Besser ist es immer auf solche Nahrungsprodukte zu verzichten. 
  4. Zutaten im Weihnachtskuchen, insbesondere Rosinen, Sultaninen und Johannisbeeren
    Alle diese Zutaten und auch Weintrauben sind sehr gefährlich für Hunde. So sehr, dass du dich sofort zum Tierarzt begeben solltest, auch wenn der Hund nur kleinste Mengen gegessen hat.
  5. Schokolade
    In fast jedem Haushalt, ist Schokolade zu Weihnachten die beliebteste Leckerei. Für uns ist Schokolade, in Maßen genossen, vollkommen in Ordnung. Bei Hunden sieht das anders aus. Theobromin in der Schokolade kann tödlich sein! Füttere deinem Hund daher bitte niemals Schokolade – auch wenn er noch so knuffig bettelt…

Es ist wichtig, die obigen Nahrungsmittel niemals mit eurem Hund zu Teilen. Das gilt für Weihnachten und jede andere Zeit im Jahr. Aber wir haben auch gute Nachrichten – hier sind einige weihnachtstaugliche Hundefavoriten:

Weihnachtliches Festmahl – auch für deinen Hund.

Fühlt euch nicht ganz so schlecht, es gibt auch genug festliches Essen, dass ihr mit eurem Hund geniessen könnt. Alles sollte natürlich nur in Maßen gefüttert werden. 

  1. Ein wenig Geflügelfleisch
    Solange die Haut entfernt wurde, können eure Hunde ruhig ein wenig weißes Geflügelfleisch geniessen.
  2. Gekochte und gestampfte Kartoffeln
    Hunde können ruhig ein wenig Kartoffeln essen, achte nur darauf, dass hier keine Butter oder Salz hinzugefügt worden ist.
  3. Gemüse
    Etwas Gemüse wie Möhre, Brechbohnen etc. sind absolut in Ordnung. Vorsicht allerdings mit blähendem Gemüse, wie z.B. Kohl – dies kann gefärhlich sein. Ein wenig Rotkohl ist für Hunde in Ordnung, aber nur dann verträglich, wenn er gedünstet oder gekocht wird.
  4. Obst ohne Kerne und Steine
    Abgesehen von Rhabarber (dieser ist giftig!!), kannst du deine Obstschale auch mit deinem Hund teilen. Stelle nur sicher, dass Kerne und Steine nicht mitgegessen werden. Denke auch immer daran, dass Obst und Früchte sehr säurehaltig sind und auch viel Zucker enthält, dies kann zu eventuellen Magenproblemen führen. Auch hier ist weniger oft mehr.

Es ist wichtig, dass auch die Vierbeiner in der Familie ein schönes Weihnachtsfest haben. Darauf zu achten, dass euer Hund die richtigen Dinge isst und trinkt, wird helfen die Festtage ein Erfolg werden zu lassen.


Written by Ella Hendrix.

Image Credit: Stonehouse Furniture

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