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Hühnerhaltung für Anfänger: Erwachsene Hühner oder lieber Küken?

Sie können Hühner kaufen, wenn sie noch kleine Küken sind, oder Sie können sich für Junghennen entscheiden, die gerade mit dem Eierlegen beginnen. Diese Hennen bieten den einfachsten Einstieg in die wunderbare Welt der Hühnerhaltung.

Wenn Sie sich dafür entscheiden, Küken zu kaufen oder befruchtete Eier auszubrüten, die von Ihren eigenen Hühnern gelegt wurden, müssen Sie sich die fünf Monate, bevor sie anfangen zu legen, um die jungen Vögel kümmern. Sie sind äußerst niedliche, aber empfindliche kleine Dinger und eine leichte Beute für Katzen, Ratten und andere Tiere, die niemals versuchen würden, ein ausgewachsenes Huhn anzugreifen. Außerdem müssen Sie warm gehalten werden, was bedeutet, dass Sie in spezielle Ausrüstung investieren müssen..

Foto von Andrea Lightfoot auf Unsplash

Wenn Sie also einfach nur gerne frische Eier von Ihren eigenen Hühnern haben möchten, sollten Sie mit erwachsenen Vögeln und nicht mit Küken beginnen.

Sollte ich Junghennen kaufen?

Für viele Leute, die zum ersten Mal Hühner halten, sind junge Hennen, die gerade anfangen Eier zu legen, der Ausgangspunkt. Prüfen Sie die Verfügbarkeit von Junghennen in Ihrer Umgebung, wenn Sie Hühner in der Nähe Ihres Wohnorts erwerben wollen. Die Vorteile der Anschaffung erwachsener Vögel überwiegen bei weitem alle anderen Überlegungen.
Der einzige Grund für den Kauf oder das Ausbrüten von Küken, wäre der Wunsch, sich um junge Vögel zu kümmern. Für viele Menschen ist dies eine sehr lohnende Tätigkeit, aber für jemanden, der einfach nur an eierlegenden Hühnern interessiert ist, sind junge Legehennen die richtige Wahl.

Sollte ich ehemalige Legehennen aus der Massentierhaltung adoptieren?

Eine weitere gute Möglichkeit, Ihren Stall zu bestücken, ist mit geretteten Hühnern. Legehennen aus der Massentierhaltung gelten nach eineinhalb Jahren als zu alt, auch wenn sie noch gute 18 Monate Legezeit vor sich haben, und befinden sich somit auf dem Weg zum Schlachthof. Wohltätigkeitsorganisationen und Vereine, wie z.B. ‘Rettet das Huhn e.V.’ in Deutschland, retten diese Tiere und vermitteln sie weiter.

Adoptierte Hennen haben oft viel Charme und Persönlichkeit, auch wenn sie meist etwas verwahrlost und ungepflegt aussehen, wenn sie gerade erst aus ihrer Gefangenschaft gerettet wurden. Mit ein bisschen Liebe und Zuwendung können sie jedoch richtig aufblühen!

Der Vorteil, wenn Sie gerettete Hühner von Wohltätigkeitsorganisationen und Vereinen beziehen, ist, dass die Hühner generell keine Krankheiten haben und vorschriftsmäßig geimpft sind. Manchmal hinken die Hennen bei der Ankunft, und oft sehen sie halb gerupft aus, aber sie erholen sich gewöhnlich bald wieder, und da die meisten dieser Hühner weniger als 18 Monate alt sind, wenn sie “entsorgt” werden – können sie noch ein paar Jahre lang viele Eier für Sie legen.

Was muss ich über den Kauf von Küken wissen?

Sie müssen sicher sein, dass Sie Hühner und keine Hähne kaufen. Es gibt keine äußeren Hinweise darauf, welches Geschlecht ein Küken hat, und jeder Bestand, der unbesehen verkauft wird, ist eine 50/50-Mischung aus männlichen und weiblichen Tieren. Sie müssen also Küken kaufen, die einer Geschlechtsbestimmung unterzogen wurden, um zu garantieren, dass Sie Hennen bekommen. Wenn dies nicht möglich ist, warten Sie lieber bis Junghennen verfügbar sind.

Küken brauchen in den ersten Wochen eine besondere Unterbringung und können nicht einfach in einem herkömmlichen Stall mit Auslauf gehalten werden. Sie können eine Kükenaufzuchtbox kaufen, um sie unterzubringen, oder Sie können improvisieren, indem Sie entweder einen Pappkarton oder einen Plastikbehälter mit Löchern an der Seite verwenden. Wichtig ist, dass die Vögel warm gehalten und vor Zugluft geschützt werden, während gleichzeitig für eine gute Belüftung gesorgt wird.

Nach dem Unterbringen Ihrer Küken sollten Sie genau darauf achten, wie sie sich verhalten. Wenn sie sich direkt unter oder neben der Wärmequelle zusammendrängen, ist ihnen kalt. Erhöhen Sie in diesem Fall die Wärmezufuhr der Heizung oder Wärmelampe, indem sie sie etwas näherbringen, oder fügen Sie eine weitere hinzu. Meiden sie hingegen die Wärmequelle, ist es Ihren Küken zu heiß. In diesem Fall muss die Heizung oder die Lampe weiter entfernt angebracht werden.

Was muss ich über Kükenaufzuchtboxen wissen?

Sie müssen jedem Küken in der Kükenaufzuchtbox eine Fläche von ca. 40cm² zur Verfügung stellen. Sobald sie fünf Wochen alt sind, können sie in einen Stall mit Auslauf umziehen, wo sie mindestens 0.2m² Platz pro Vogel benötigen.

Die Küken müssen in der ersten Woche bei einer Temperatur von 35°C gehalten werden. Die Wärme sollte jede Woche etwas reduziert werden, bis Sie Raumtemperatur erreicht haben. Eine Heizung, die für Hühnerställe und Vogelhäuser entwickelt wurde, ist am sinnvollsten. Eine rote Heizlampe ist eine weitere Möglichkeit (keine weiße – diese erzeugen ein grelles Licht, das die Küken nachts wach hält und dazu reizbar machen und zum Picken veranlassen kann). Herkömmliche Glühbirnen erfüllen die Aufgabe nicht.

Bei sehr jungen Küken muss das Wasser mindestens zweimal pro Tag gewechselt werden, da sie die verblüffende Fähigkeit haben, alle Flüssigkeiten innerhalb weniger Stunden in eine schmutzige Suppe zu verwandeln! Auch die Einstreu muss mindestens einmal in der Woche gewechselt werden. Eine Abdeckung aus Hühnerdraht für die Oberseite der Box ist ebenfalls ratsam. Küken können nämlich leicht “ausfliegen”, wenn die Seiten der Behausung niedriger als 45 cm sind.

Küken können ein wenig Zeit im Freien verbringen, wenn sie zwei Wochen alt sind. Ein großer Drahtkäfig oder eine andere Art von tragbarem Gehege kann für ein paar Stunden am Tag nach draußen gestellt werden – solange es mindestens 18 Grad warm, trocken und nicht zu windig ist. Die Vögel brauchen Futter, Wasser und Schatten und sollten nicht sehr lange allein gelassen werden. Fressfeinde sind überall, wenn man ein kleines Küken ist!

Im Alter von vier bis fünf Wochen, können Sie die Küken dauerhaft in den Auslauf im Freien lassen.

Sollte ich meine eigenen Hühner züchten?

Eine weitere Art den eigenen Hühnerbestand aufzufrischen, ist das Ausbrüten von Eiern der eigenen Hühner und die einfachste Art, Hühner aufzuziehen, ist der Natur ihren Lauf zu lassen. Alles, was Sie tun müssen, ist einen Nistkasten für eine brütige Henne bereitzustellen. Sie wird für die richtigen Bedingungen für das Ausbrüten der Eier sorgen und sie nach Bedarf wärmen und wenden. Sie wird allerdings nicht mehr als ein Dutzend auf einmal bewältigen können, – bei kleineren Rassen auch weniger. Ein Inkubator ist die Alternative zum Ausbrüten.

Ein Hahn wird alles in seiner Macht stehende tun, um die Eier seiner Hennen zu befruchten. Wenn ein Huhn brütig ist, wird es danach 21 Tage lang (die übliche Brutzeit) auf den Eiern sitzen, bis – mit etwas Glück – aus ihnen Küken schlüpfen.

Küken zu züchten ist ein großartiges Hobby, aber Sie müssen sich dieser Aufgabe mit einiger Hingabe widmen. Wenn Sie also lieber nur frische Eier und eine glückliche Herde gesunder erwachsener Hühner wollen, warten Sie bis junge Legehennen verfügbar sind, oder wenden Sie sich an einen Verein um ein paar der geretteten Hühner zu adoptieren, die ein gutes Zuhause suchen.

 

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Die Naturbrut – ein paar Tipps, wie es mit Küken klappt

Von Tierärztin Dr. Katrin Sewerin

Die natürlichste Aufzucht von Küken ist die mit einer Glucke. Hat man jedoch keine Glucke, kann man auf Kunstbrut mittels Brutmaschine und Aufzucht mit Wärmeplatte oder Lampe zurückgreifen. Ebenso, wenn Züchter ihre Hühner „rechtzeitig“ für Ausstellungen fertig haben möchten, ist Kunstbrut vorzeitig im Jahr eine Option.

Bei einer Naturbrut hat man den Vorteil, dass die Glucke sich fortan um den Nachwuchs kümmert. Sie wärmt, schützt und zeigt geeignetes Futter. Einer glücklichen Hühnerfamilie beim Aufwachsen zuzusehen, ist eine interessante Erfahrung für alle Familienmitglieder – und für die Küken ist es mit mütterlicher Fürsorge die schönste Art, ins Leben zu treten. Was sich jeder schon denken kann, ist sogar wissenschaftlich bewiesen: Küken, die in Naturbrut mit einer Glucke großgezogen werden, sind weniger ängstlich als künstlich aufgezogene Küken.

Küken mit 5 Wochen

Naturbrut ist bei bestimmten Rassen, bei denen es öfter zur Brütigkeit kommt, gut möglich. Dazu zählen beispielsweise Seidenhühner, Wyandotten und Altsteirer. Aber auch bei Rassen, die eigentlich nicht brüten, kommt es immer mal wieder vor, dass eine Henne gluckig wird. So war es auch bei uns: Fiffi und Caramel, beides Dresdner-Hennen, sind versessen danach, Küken zu bekommen, obwohl Dresdner eigentlich nicht gerade zu den „Brüterinnen“ gehören.

Das ist zu beachten:

Man braucht nicht unbedingt einen eigenen Hahn, um eine Henne Küken ausbrüten zu lassen, denn man kann ihr problemlos gekaufte Bruteier unterschieben. Diese sollten sauber, unbeschädigt und normal geformt sein. Die Eier dürfen ruhig 2-3 Wochen alt sein; Hauptsache, sie wurden in einem kühleren Raum gelagert und regelmäßig gewendet. Wichtig ist, dass die Glucke vorweg gesund und fit ist, denn das Brüten zehrt an den Kräften. Sorgen Sie dafür, dass die Glucke frei von Parasiten, insbesondere Ektoparasiten, bleibt, denn die kleinen Biester breiten sich sonst rasant aus – nicht, dass die Glucke vor lauter Juckreiz das Nest kurz vor dem Schlupf verlässt oder die Küken ansteckt! Ein Brutplatz, der sich auch zwischendurch leicht reinigen lässt, trägt zur Hygiene bei. Geeignet sind Plastik-Hundeboxen, der Eglu Go oder Eglu Classic mit Auslauf.

Küken mit 6,5 Wochen

Weiterer Vorteil: Die Glucke kann sich ihrem Bedürfnis entsprechend in Ruhe von der Herde separieren. Manche Glucken sitzen derart fest auf ihren Eiern, dass sie nicht selbstständig das Nest verlassen, um Wasser und Nahrung aufzunehmen und sich zu entleeren. In dem Fall ist es Aufgabe des Hühnerhalters, das Huhn einmal am Tag vom Nest zu nehmen. Ein Sandbad darf nicht fehlen. Als Futter für die Glucke eignet sich eine energiereiche Körnermischung (z. B. mit Sonnenblumenkernen) inklusive Grit-/Steinchenangebot; besser keine Frischkost, da sie den Kot verflüssigt. Kann die Henne den Kot dadurch nicht mehr halten, verschmutzt sie Nest und Gelege – eine Reinigung ist in dem Fall dringend vonnöten.

Nach etwa einer Woche Brutdauer kann man die Eier vorsichtig schieren, d. h. mit einer Lampe durchleuchten, um zu gucken, ob sich im Ei ein Küken entwickelt. Dazu lässt sich eine kommerziell erwerbliche Schierlampe benutzen oder man nimmt ein Stück Klopapierrolle und eine Taschenlampe. Praktische Anweisungen zum Schieren finden sich wie immer bei youtube, auch englischsprachig. Sieht ein Ei genauso aus wie ein unbefruchtetes Ei, sortiert man es aus, damit es nicht fault und damit die Henne die restlichen Eier besser wärmen kann. Nach ein paar weiteren Tagen kann man noch einmal nachschauen, ob inzwischen kein Küken abgestorben ist. Schön ist es, Bewegungen im Ei zu sehen – ein eindeutiger Hinweis auf Leben!

Ausgewachsene Küken

Nach etwa 21 Tagen schlüpfen die Küken. Man kann leere Eierschalen aus dem Nest entfernen, damit sie sich nicht über andere Eier stülpen und den Schlupf gefährden. „Geburtshilfe“ sollte vermieden werden!

Große Gefahren für kleine Küken:

Sämtliche Schlupflöcher im Stall oder Auslauf, durch die die Kleinen verschwinden könnten, müssen verschlossen werden. Gibt es Löcher, Verstecke oder Klappen, in denen sich die Küken einklemmen könnten? Eimer, in die sie hineinfallen könnten? Wählen Sie die Trinkgefäße so aus, dass die Küken darin nicht ertrinken können. Beugen Sie Räubern wie Katze oder Hund nun besonders vor, denn Küken sind für alle Raubtiere ein leichtes Spiel.

Tipp: Zum „Handzahm-Machen“ von Küken eignen sich unter Anderem gesunde Leckereien wie klein geschnibbelter Löwenzahn, geriebene Möhren und eingeweichte Haferflöckchen.

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Kostenloser Versand für Brinsea Brutgeräte

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