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Was fehlt meinem Huhn?

Wenn Sie Hühner halten, wissen Sie bereits, wie ein glückliches, gesundes Huhn aussieht. Wenn sich etwas ändert, ist das ein Zeichen dafür, dass im Hühnerstall nicht alles in Ordnung ist.

Die häufigsten Probleme sind nicht auf Krankheiten oder Parasiten zurückzuführen, sondern auf Stress. Ist der Hühnerstall überfüllt, schmutzig oder zu heiß, oder fühlen sich die Vögel bedrängt, werden sie gestresst. Zu den Symptomen gehören das Fressen von Eiern, Aggressionen gegenüber den ‚Mitbewohnern‘, dünner Kot, Lethargie und eine plötzliche Unterbrechung des Eierlegens.

Die Ursache sollte leicht zu erkennen sein, wenn Sie erst einmal beginnen, nachzuforschen. Leben zu viele Vögel zusammen? Gibt es keinen Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung? Nicht genug Platz sich zu bewegen? Ist am Boden nichts als nasser Schlamm? Diese Dinge lassen sich beheben, indem man die Umgebung der Hühner umgestaltet, den Auslauf verlängert und einen größeren Hühnerstall besorgt. Überprüfen Sie auch die Ernährung der Hennen – füttern Sie ihnen ein gutes, angereichertes Hühnerfutter, ergänzt durch Grünzeug? Unzureichende Ernährung ist die Ursache anderer Gesundheitsprobleme, da sie das Immunsystem der Vögel schwächt.

Infektiöse Bronchitis – Die häufigste Hühnerkrankheit

Es gibt viele Krankheiten, die Hühner befallen können, aber glücklicherweise sind die meisten davon selten. Es gibt Hinweise darauf, dass die Infektiöse Bronchitis diejenige ist, mit der kleine Hinterhofhaltungen von Hühnern am ehesten zu tun haben.

Hennen, die an dieser Erkrankung leiden, haben einen leisen, kratzenden, keuchenden Husten, niesen oder schnarchen. Das erste Anzeichen des Problems ist in der Regel Appetitverlust. Wenn die Krankheit einsetzt, entwickelt das Huhn eine „rinnende Nase“ mit Ausfluss aus den Nasenlöchern und Augen.

Die Bronchitis wird durch ein aerogen übertragbares Virus verursacht, und die beste Abhilfe ist die Schutzimpfung der Herde. Alle infizierten Vögel sollten isoliert und an einem trockenen und warmen Ort gehalten werden und zusätzliches Grünzeug im Futter zu sich nehmen. Einige werden wahrscheinlich sterben, aber die meisten überleben.

Hinweis: Die hier beschriebenen Symptome sind auch mit anderen Krankheiten assoziiert, darunter infektiöse Sinusitis, Newcastle-Krankheit und die tödliche Aspergillose, Pullorum und Vogelgrippe. Das Omlet-Handbuch zur Hühnerhaltung enthält mehr Details.

Bumblefoot (Pododermatitis) – Die häufigste Hühnerverletzung

Eine Bein- oder Fußwunde, die sich infiziert, kann zu Bumblefoot führen. Die Wunde ist nicht immer offensichtlich, aber der beste Hinweis ist ein Hinken oder die Neigung, lange Zeit auf einem Bein zu stehen, während die anderen Hennen nach Futter kratzen und picken.

Nach einigen Tagen schwillt das Glied an, und Sie müssen in diesem Fall sofort handeln. Am besten ist es, den Vogel zu einem Tierarzt zu bringen, da die Wunde gründlich gereinigt werden muss, und bei schwerwiegenden Problemen ein kleiner chirurgischer Eingriff erforderlich sein könnte. Unbehandelte Hennen können sterben.

Nicht alles Hinken ist jedoch die Folge von Bumblefoot. Hühner landen manchmal unbeholfen nach der ‚Hühner-Version‘ des Fliegens. Gebrochene Zehen und Beine sind ebenfalls recht häufig, und diese müssen geschient werden. Wenn jedoch keine sichtbare Oberflächenwunde vorhanden ist, ist es unwahrscheinlich, dass Bumblefoot eintritt.

Achten Sie also auf das Hinken – das ist Ihr erster Hinweis darauf, dass nicht alles in Ordnung ist.

Gängige Hühnermilben

Parasiten sind bei Hühnern sehr verbreitet, aber in der Regel nicht lebensbedrohlich. Die häufigsten sind Milben, von denen es mehrere Arten gibt.

Rote Vogelmilben, oder Hühnermilben – Diese kleinen Biester verstecken sich im Hühnerstall, in Ecken, unter Sitzstangen usw. Antimilben-Pulver und -Lösungen können im Stall eingesetzt werden, und wenn man den Stall immer supersauber hält, wird man die kleinen roten Blutsauger fernhalten.

Nordische Vogelmilben – Diese sind etwas größer als die Rote Vogelmilben und leben auf den Vögeln, anstatt nur für einen schnellen Biss vorbeizuschauen. Heilmittel sind verfügbar und müssen am Vogel selbst angewendet werden.

SKalkbeinmilben– Kalkbeinmilben verursachen, dass die Beine der Henne rau und wund werden und nässen. Antibakterielle Behandlungen sind die einzige Methode, um das Problem zu bekämpfen, obwohl das Einreiben mit etwas Vaseline die Beschwerden lindern kann.

Grabmilben – Diese Sorte gräbt sich in die Federschäfte ein, verursacht eine Schwellung und erzeugt einen Ausfluss, von dem sich die Milben ernähren. Die Hennen fangen an, ihre eigenen Federn zu rupfen, um die Unannehmlichkeiten zu lindern. Die Milben verbreiten sich schnell, so dass die gesamte Herde und der Stall behandelt werden müssen.

Schnelles Handeln ist der beste Weg, diese Leiden zu bekämpfen. Führen Sie jeden Morgen eine schnelle visuelle Gesundheitskontrolle durch. Diese folgenden Warnzeichen sollten Sie beachten:

  • Schmutzige oder zerzauste Federn
  • Gekrümmte Körperhaltung
  • Lethargie
  • Nachweis von Parasiten
  • Ungesund aussehender Kot
  • Niesen, Keuchen, Husten
  • Appetitlosigkeit
  • keine Eier

Wenn Sie Grund zur Besorgnis haben, sehen Sie sich Omlet’s Handbuch zur Hühnergesundheitan und rufen Sie den Tierarzt an.

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