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ERFAHRUNGSBERICHT: Eglu Cube Hühnerstall mit zusätzlichem Auslauf

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Unser Kunde Bernd Kramm war so freundlich und hat einen umfangreichen Erfahrungsbericht zum Eglu Cube Hühnerstall verfasst. Nach einem halben Jahr in Besitz dieses Produkts ist er zu folgendem Fazit gekommen:

1. Die Entscheidungsfindung

Huhn im GartenWer kennt es nicht? Die Kinder ( bei uns 10 und 11 Jahre ) wollen einen Hund, die Eltern nicht.

Die Kinder schwören, dass sie sich immer und jederzeit kümmern werden, aber die Eltern wissen, dass auch beste Vorsätze dahinschmelzen können. Ein Kompromiss wurde gesucht, Hasen und Meerschweinchen kamen nicht in Frage und letztlich einigte sich der Familienrat auf Hühner: sie können im Garten gehalten werden, Haltung und Pflege sind relativ unkompliziert und sie werden zutraulich. Eier legen sie natürlich auch noch.

Jetzt startete die Suche nach einem geeigneten Hühnerstall, er sollte:

  • drei bis sechs normalgroßen Hühnern ausreichend Platz bieten
  • fuchs- und mardersicher sein
  • hygienisch und leicht zu säubern sein
  • wetterfest und auch wetterbeständig sein
  • und wenn möglich im Garten verschiebbar und optisch reinpassend sein

 

2. Die Suche nach dem richtigen Stall

Also ab in das Internet und die Hühnerforen. Schnell waren die preiswerten oder eher billigen Varianten aus Holz und Maschendraht verworfen: jedes Jahr streichen und offenporiges Holz sauber zu halten: das war nicht mein Plan.

Der „richtige Züchter“ empfahl natürlich weiterhin Holz statt Plastik, aber mir reichten ja wenige Hühner und selber bauen war auch nicht so das was ich mir zutraute. Es gibt zwar auch tolle mobile Holzställe, die den obigen Anforderungen entsprechen, aber die sind dann weit teurer als der von manchen schon als teuer bewertete Cube. Skeptisch stimmte mich die öfter mal beanstandete „hängende“ Hühnerleiter ohne Bodenkontakt, aber letztlich entschied ich mich dann doch für den Cube und bestellte noch eine Abdeckung als Regenschutz für den Auslauf, die Seitenteile als Windschutz und eine Gehegerweiterung.

3. Bestellung und Lieferung

Die Bestellung erfolgte im Internet über www.omlet.de, ich wählte Bankeinzug als Zahlungsweise. Der Kontakt erfolgte über E-Mail mit einer deutschen E-Mail-Adresse. Die Lieferung erfolgte nach 17 Tagen durch eine Spedition mit Vorankündigung. Die Pakete waren auf einer Einwegpalette verschweißt und wurden im Hof abgestellt

4. Der Aufbau

Wer halbwegs IKEA-erprobt ist, dürfte mit dem Aufbau kaum Schwierigkeiten haben. Das normale im Haushalt verfügbare Werkzeug reicht aus, wie immer ist natürlich ein Akku-Schrauber von Vorteil, aber es geht auch ohne. Mindestens zu zweit sein, vorher sortieren und die Anleitung Schritt für Schritt genau befolgen, dann ist alles kein Problem und perfekt in Englisch sein muss man auch nicht: die Bilder sind aussagekräftig genug. (Anmerkung von Omlet: Eine deutsche Aufbauanleitung gibt es als PDF hier)

Ich brauchte für den Komplettaufbau zusammen mit den Kindern drei Stunden.

GesamteindruckvornmitHuhn)Die Klips für den Zusammenbau von Auslauf, Tür und seitlichem Untergrabungsschutz sind einfach zu handhaben und völlig ausreichend. Wer eine Verlängerung haben will: hier ist eine Zwischenrohrkonstruktion als Stabilisator vorgesehen: die dafür vorgesehenen Klips  sind nicht so einfach zu handhaben, da sie das Rohr mit dem Gitter verbinden müssen und wenn die Standfläche nicht ganz eben ist verzieht es sich auch etwas und sie springen ab. Hier empfehle ich Kabelbinder: einfacher anzuwenden und besserer Halt. Den Untergrabungsschutz kann man dann mit einfachen Zeltheringen dem Rasen angleichen, gibt dann auch keine Probleme beim Rasenmähen. Der Wetterschutz  ist einfach als Dach anzubringen und wirkt im Gegensatz zu den preiswerteren Plastikplanen die man auch hätte kaufen können wetterbeständiger und optisch schöner. Auf den seitlichen Windschutz habe ich bisher verzichten können. Ich lasse einfach einen Streifen Gras wachsen.

Noch was zu der mitgelieferten Tränke und dem Futternapf: sah für den Preis zunächst etwas ärmlich aus, hat sich aber durchaus bewährt: Futter bleibt trocken und das Einhängen am Gitter spart Platz gegenüber den im Handel erhältliche Bodentränken und Futternäpfen.

5. Der Einzug der Hühner

Beim Züchter suchten sich die Kinder eine Sperber, eine Sussex und eine New Hampshire aus.

Die Tiere waren kurz vor der Legereife. Von zu Hause aus waren sie die klassische Hühnerleiter gewohnt. Und prompt konnten sie mit der EGLU-Hühnerleiter nichts anfangen und mussten von den Kindern zum Schlafen reingehoben werden. Am nächsten Morgen dauerte es entsprechend lange bis sie unsicher und zögerlich festen Grund erreicht hatten. Aber keine Panik: auch Hühner sind unterschiedlich mutig. Die erste hatte sich nach drei Tagen an die Leiter gewöhnt, die letzte nach einer Woche. Heute geht alles prima, auch wenn die Hühner immer noch unterschiedliche Anflug- und Abflugtechniken benutzen. Jetzt ist die kurze Leiter von Vorteil, da sie weniger Platz im Gehege beansprucht. Ob es mit Zwerghühnern dann allerdings auch so gut funktioniert weiß ich nicht. Ein zweites anfängliches Problem war, dass sie anstatt ihr „ Schlafzimmer“ mit dem Rost für den Kotdurchfall sich nächtens zu dritt im Legenest kuschelten. Zeigte zwar, dass selbst dort ausreichend Platz vorhanden war, aber so wurde das Stroh natürlich vollgeschissen und musste täglich gewechselt werden. Ich sperrte den Durchgang dann vor dem Schlafen mit einem Brett ab und auch dieses Problem hatte sich nach 10 Tagen erledigt. Kann aber auch sein, dass dies mit dem Beginn des Eierlegens zu tun hatte.

links Nest rechtsSchlafraumDas „Schlafzimmer“ bietet genügend Platz, 6 Hühner dürften keinerlei Problem sein. Bei drei Hühnern wäre eine einstellbare Hühnerleiter als Zusatzangebot vielleicht ganz nett. Im Garten sitzen sie auch ganz gerne auf der Stange. In unserem ( großen) Garten halten sie sich auch den ganzen Tag auf und suchen ihr Gehege und das Haus nur zum Trinken, Essen, Eierlegen und Schlafen auf. Die Gehegeerweiterung hätten wir uns also sparen können.

6. Die Handhabung und Reinigung

Kommen wir mal zurück zu den Kriterien

  • Der Platz ist für mindestens 6 normalgroße Hühner ausreichend
  • Gehege und Haus sind für Raubtiere nicht zu knacken
  • Öffnen / Schließen und Eierentnahme sind von außen möglich und kinderleicht
  • Strohwechsel Legebereich: kinderleicht, zweimal pro Woche reicht
  • Kotschubladen:  rausziehen, Zeitung in Tonne gleiten lassen und neu auslegen: kinderleicht
  • Dach aufschieben und die zwei Roste rausholen wenn es mal nötig ist: noch Erwachsener nötig
  • einmal im Monat mit Hochdruckreiniger säubern und dabei das Haus auseinander nehmen: Erwachsener muss noch helfen, geht aber wirklich einfach, das Wasser fließt durch die Bodenschlitze ab, kurzes Abreiben und wieder zusammenbauen
  • wetterfest: auch bei Starkregen keine Feuchtigkeit festgestellt, ist aber auch bündig zusammengebaut
  • Hygiene: bisher kein Ungeziefer im Stall oder an den Hühnern festgestellt, bisher keine Chemie nötig
  • Beständigkeit: macht soliden und dauerhaften Eindruck, bei Hundert Meter Höhe wohl kein besonderer Kälteschutz im Winter nötig
  • Verschieben: geht auch mit Verlängerung noch einfach, dann aber besser zu zweit

Schiebeschubladen      Kärchern3

7. Kritik und Verbesserungsvorschläge

Es gibt meinerseits nichts Richtiges zu kritisieren, da hat sich jemand mal richtig kreative Gedanken für die Hühnerhaltung mit Kindern oder als nicht zu ernsthaft betriebenes Züchterhobby gemacht. Lediglich eine Hühnerstange zum Einstellen ins Haus wäre vielleicht ein nettes Zusatzangebot, für das Gehege gibt es ja schon eine Schaukel. Auch könnte man für die Erweiterung ein paar Kabelbinder und  für den Bodenanschluss ein paar Zeltheringe mitliefern oder zumindest darauf hinweisen.

Ansonsten: für unsere Bedürfnisse perfekt und optisch fügt es sich auch noch gut ein.

Sie haben Fragen zum Stall oder wollen direkt mit Herrn Kramm in Kontakt treten? Senden Sie uns eine E-Mail an hallo@omlet.de. Wir helfen gern weiter!

 

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