Tagebuch einer Hühnerfriseurin

Connie hat nicht nur Hühner bekommen, sie hat eine ganz neue Lebensweise entdeckt.
Was als eine praktische Entscheidung begann (frische Eier, besserer Kompost, ein ertragreicherer Garten), entwickelte sich schnell zu etwas, das sie regelrecht in ihren Bann zog. Heutzutage ist ihr Garten in Melbourne nicht mehr nur ein Garten – er ist ein Ort der Routine, der Unterhaltung, der Gemeinschaft und gelegentlich auch für eine sorgfältig geplante Gefiederpflege.
„Ich liebe es, sie im Hintergrund zu hören“, sagt sie. „Dadurch habe ich das Gefühl, auf einem Bauernhof zu leben, obwohl ich in Melbourne bin.“
Eine von Connies schönsten Erinnerungen ist die Pflege von Luna, ihrer Araucana, deren Federn regelmäßig gekürzt werden mussten, damit sie ihr nicht in die Augen fielen. „Ich nahm sie in meine Arme und schnitt ihr mit einer speziellen Haustierschere ein wenig die Federn“, sagt sie. Was als einfache Aufgabe begann, wurde zu einem stillen Ritual – einem Moment des Vertrauens und der Fürsorge zwischen Halterin und Huhn.
Connies aktuelle Herde – Berry, Chickpea, Daisy, Olive, Goldie und Poppy – verleiht dem Garten jede Menge Charakter (und sorgt auch für ein bisschen Chaos).
Eine der größten Überraschungen für Connie? Wie sehr sie es liebt, der Herde zuzuschauen. „Ich könnte ihnen stundenlang zusehen“, sagt Connie. „Es ist, als würde ich fernsehen schauen.“ Was als kurzer täglicher Check begann, hat sich zu einer festen Gewohnheit entwickelt – bei Regen oder Sonnenschein. Ob dramatische Hackordnungsrangeleien, lautstarke Verkündungen eines gelegten Eies oder allgemeines Chaos im Garten – es ist immer etwas los. „Ich gehe jetzt jeden Tag nach draußen“, sagt sie. „Selbst wenn ich das normalerweise nicht tun würde.“

Die Hühnerhaltung hat nicht nur ihren Alltag verändert – sie hat auch ihre Sicht auf die Welt um sie herum verändert.

„Durch die Hühnerhaltung habe ich so viel über Vögel im Allgemeinen gelernt“, erklärt sie. „Ich nehme Wildvögel jetzt bewusster wahr und sie liegen mir auch mehr am Herzen.“ Das hat auch ihren Alltag geprägt. Unkraut wird an die Hühner verfüttert, Eierschalen werden als Kalziumquelle zerkleinert und Hühnerdung wird für den Garten kompostiert. Was als Hobby begann, hat sich zu einer nachhaltigen Lebensweise entwickelt.
Die Hühner haben auch die Nachbarschaft näher zusammengebracht. Connie hat einen Gruppenchat mit anderen Hühnerhaltern aus der Umgebung gegründet, um Ratschläge und Tipps auszutauschen und sich gegenseitig zu helfen. „Die Leute sind immer wieder überrascht von den verschiedenen Eierfarben“, sagt sie. „Ich liebe es, mit ihnen über Rassen zu plaudern.“
Es war jedoch nicht immer einfach. Connie hat dieses Jahr zwei Hühner verloren, Luna und Zinnia, was eine harte Erfahrung für sie war. Aber dadurch hat sie auch ein tieferes Verständnis dafür gewonnen, was es bedeutet, sich um Tiere zu kümmern. „Es war zwar furchtbar traurig, aber nur deshalb, weil ich bei der Haltung der Tiere so viel Freude und Liebe erfahren habe“, sagt sie nachdenklich.
Möchtest auch du Hühner halten?
Connie hat einen einfachen Rat: Schaue es dir mit eigenen Augen an. Besuche Hühnerhalter in der Nähe, schau dir deren Einrichtungen an und investiere in Produkte, die dir das Leben erleichtern, wie automatische Futter- und Wasserspender. Achte stets darauf, dass der Stall und der Auslauf sicher sind. Ein letzter Tipp? „Kaufe einen größeren Stall, als du glaubst, dass du brauchst“, sagt sie. „Wahrscheinlich wirst du am Ende mehr Hühner als geplant haben – der Hühnermathematik kann kaum jemand widerstehen.“

Wir haben Connie gebeten, diesen Satz zu beenden … Mein Leben ist dank der Hühner (#BecauseOfTheChicken) besser, weil „…sie mich mit ihren lustigen Mätzchen so oft zum Lachen gebracht haben.“
(Bildnachweis: Connie Cao / @connieandluna)
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