Eine Hühnerschar in Bewegung: Joel Salatin über die Vorteile der mobilen Hühnerhaltung

Für Landwirt und Autor Joel Salatin, Pionier der regenerativen Landwirtschaft, können Hühner weit mehr als nur Eier legen. Wenn man ihnen einen frischen Platz zum Erkunden gibt, können sie dabei helfen, einen Garten oder ein Stück Land zu transformieren – Stück für Stück. Auf der Polyface Farm in Virginia/USA hat Joel Jahrzehnte damit verbracht, Tiere regelmäßig auf den Weiden zu versetzen, was sowohl der Schar als auch dem Land zugutekommt. Die Hühner erhalten frisches Gras, Insekten und neue Dinge zum Picken, während ihr Dung dem Boden Nährstoffe zurückgibt, bevor er geruht wird und sich erholen kann.
Es ist eine großartige Idee, die sich überraschenderweise auch im eigenen Garten umsetzen lässt. Selbst in kleinerem Rahmen kann das regelmäßige Versetzen eines Hühnerstalls einen alten Rasen im Laufe der Zeit in einen interessanteren und produktiveren Bereich für Hühner und in einen gesünderen Garten verwandeln.
Warum sollte man Hühner versetzen?
Für Joel ist Hygiene das entscheidende Kriterium. „Tiere benutzen keine Toilette“, sagt er. „Sie neigen dazu, sich eine bestimmte Stelle für ihre Hinterlassenschaften zu suchen und sie neigen auch dazu, durch diese hindurchzulaufen.“ Bleiben Hühner zu lange auf derselben Fläche, sammelt sich Dung an, was für die Schar unhygienisch ist. Zudem kann das Gras durch zu viel Stickstoff überdüngt werden.
Das Versetzen der Hühner auf frischen Boden durchbricht diesen Kreislauf. „Je öfter man sie versetzt, desto besser, da sie vom Dung des vorherigen Tages wegkommen“, sagt Joel. „Ich bin ein großer Verfechter des täglichen Versetzens. Ich finde einfach, dass es nichts Besseres gibt und es ist der beste Weg, um Hygiene, Sauberkeit und das Wohlbefinden der Tiere zu gewährleisten.“ Ein mobiler Stall macht das Ganze um einiges einfacher. Viele der Eglu Hühnerställe von Omlet können mit Rädern und Griffen ausgestattet werden, sodass man den Stall und den Auslauf im Garten umstellen kann, ohne die gesamte Konstruktion auseinanderbauen zu müssen. Für die Hühner ist es ein neuer Bereich, den sie erkunden können. Für den Rasen ist es eine Gelegenheit, sich zu erholen.

Ein neues Abenteuer, ein neuer Salat
Auf frischem Gras geht es nicht nur darum, was die Hühner hinterlassen, sondern auch darum, was sie dort finden, wenn sie darauf versetzt werden. „Tiere schnappen sich zuerst immer den Nachtisch“, sagt Joel. Gibt man Hühnern ein neues Fleckchen Gras, machen sie sich sofort auf die Suche nach den Leckereien: leckere Pflanzen, Insekten, Samen und alles, was ihnen sonst noch ins Auge fällt. Lässt man sie zu lange dort, dann, wie Joel es ausdrückt, „stehen sie plötzlich auf Kichererbsen, Leber und Zwiebeln.“ Das Versetzen der Schar setzt die Speisekarte zurück. „Wenn man sie jeden Tag versetzt, bedeutet das ein neues Abenteuer, ein neuer Ort, ein neuer Salat und weg vom Dung des Vortages. Das ist alles positiv. Das ist alles ein Gewinn.“
Es ist Abwechslung, die kein Kopfzerbrechen verlangt. Ein neuer Platz bietet Hühnern neue Orte zum Scharren, Picken, Futter suchen und Erkunden – all das, was Hühner am liebsten tun. Joel weist außerdem auf eine Veränderung hin, die viele Halter bemerken, wenn ihre Hühner regelmäßig auf frischem Boden nach Futter suchen. „Das Besondere an Eiern aus der Freilandhaltung sind die Carotine, also die sekundären Pflanzenstoffe im Gras“, sagt er. „Eine Sache, die auffällt, ist das dunkler werdende Eigelb.“ Gras ist natürlich kein vollständiger Ersatz für Hühnerfutter. Man stelle es sich eher als eine Salatbar vor, die die ausgewogene Hauptmahlzeit ergänzt.
Wie oft sollte ein Hühnerstall versetzt werden?
Es gibt keine allgemeingültige Antwort. Ein kleiner Auslauf mit mehreren Hühnern muss häufiger versetzt werden als ein größerer mit nur zwei oder drei Tieren. Joel bevorzugt, sofern es möglich ist, ein tägliches Versetzen, doch der beste Anhaltspunkt ist der Boden selbst. Wenn das Gras abgenutzt, zertrampelt oder stark mit Kot verschmutzt ist, ist es Zeit für ein Versetzen, bevor kahle Stellen entstehen.
Genauso wichtig ist es, jeder Fläche genügend Zeit zur Erholung zu geben. „Man muss die Fläche mindestens 21 Tage, besser noch 30 Tage, ruhen lassen, damit sie sich wirklich ausreichend erholen kann“, erklärt Joel. So hat das Gras die Chance, wieder nachzuwachsen, bevor die Hühner zurückkehren. Außerdem verhindert man dadurch, dass derselbe Boden zu einem dauerhaften Hühnerklo wird – und das will niemand.
Wenn nicht genügend Platz vorhanden ist, um jedem Bereich eine angemessene Ruhepause zu gönnen, rät Joel davon ab, die Hühner endlos zwischen denselben wenigen, bereits abgenutzten Plätzen hin- und herzuversetzen. Stattdessen schlägt er vor, das System zu ändern. „Wenn der Platz so knapp ist, würde ich mich für ein stationäres System mit einer dicken Einstreuschicht entscheiden.“ Ein stationäres System erfordert eine wirklich dicke Einstreuschicht, die ausreichend Material enthält, damit sich Mikroben ansiedeln und der Zersetzungsprozess stattfinden kann. Joel empfiehlt mehr als 15 cm. Es geht nicht darum, dass das eine System besser ist als das andere. Es geht darum, ein System zu wählen, das für den vorhandenen Platz geeignet ist.
Hühner können wahre Wunder für den Rasen bewirken
Wenn man es richtig anstellt, ist diese Beziehung eine Win-Win-Situation. Die Hühner bekommen frischen Boden zum Erkunden. Der Boden bekommt Hühner. Während sich die Schar im Garten umher bewegt, verteilt sich ihr Dung gleichmäßiger, anstatt sich an einer Stelle anzusammeln. „Du wirst den schönsten Rasen im ganzen Land haben, weil er praktisch mit Stickstoff ‚bemalt‘ wird“, sagt Joel lachend. „Nichts lässt Gras so üppig wachsen wie ein Huhn.“
Das ist der wesentliche Gedanke hinter Joels Ansatz. Man sollte die Hühner, den Stall und den Garten nicht als getrennte Einheiten betrachten, nach denen separat gesehen wird. Man sollte sie vielmehr miteinander in Einklang bringen. Die Hühner suchen nach Futter, der Boden wird gedüngt, das Gras erholt sich, und dann kehrt die Schar auf einen frischen, neuen Bereich zurück.

Nicht vergessen: das Futter
Frisches Gras ist nur ein Teil des Ganzen. Hühner brauchen nach wie vor ein ausgewogenes Hauptfutter. Dabei kann schnell viel Futter verschwendet werden. Als wir Joel Omlets Intelligenten No-Waste-Futterautomaten vorstellten, erfolgte seine Reaktion sofort. „Wow, der gefällt mir! Der ist wirklich gut.“ Für Joel löst er ein echtes Problem. „Futterverschwendung ist ein riesiges Problem, und es läppert sich dabei immer einiges an – damit wird das Problem wirklich behoben.“ Der Intelligente No-Waste-Futterautomat sorgt dafür, dass das Futter im Behälter bleibt und nicht im Auslauf verstreut wird und das wiederum bedeutet: kein Schmutz, keine Verschwendung und keine Nager.
Frischer Boden, glücklichere Hühner
Joels Rat lässt sich auf eine einfache Idee zurückführen: Hühner fühlen sich am wohlsten, wenn sich ihre Umgebung mit ihnen verändert. Wird der Stall versetzt, bietet sich den Hühnern frisches Gras, in dem sie herumscharren können, neue Dinge, an denen sie picken können und ein saubererer Platz, den sie ihr Zuhause nennen können. Außerdem bekommt der Rasen Zeit, sich zu erholen, Nährstoffe werden gleichmäßiger verteilt, und die tägliche Hühnerhaltung wird zu etwas, wovon der gesamte Garten profitiert.
„Wenn man sie jeden Tag versetzt, bedeutet das ein neues Abenteuer, ein neuer Ort, ein neuer Salat und weg vom Dung des Vortages“, sagt Joel. „Das ist alles positiv. Das ist alles ein Gewinn.“
Nicht jeder Garten bietet genügend Platz für ein tägliches Versetzen, aber für Hühnerhalter, bei denen dies der Fall ist, macht eine mobile Einrichtung den Unterschied zwischen einem feststehenden Stall und einem, der sich den natürlichen Rhythmen der Schar anpasst. Dank der erhältlichen Räder und Griffe für ausgewählte Omlet Eglu Hühnerställe ist es ganz einfach, deine Hühner auf frisches Gras zu versetzen und den vorherigen Boden ruhen zu lassen, damit er sich erholen und für ihren nächsten Besuch vorbereitet werden kann.
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