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Warum bekommen Hühner im Winter keine kalten Beine?

Wenn Sie Hühner beobachten, wie sie am gefrorenen Boden kratzen oder durch den Schnee stapfen, fragen Sie sich vielleicht, wie sie es schaffen, ihre Füße und Beine warm zu halten. Immerhin haben sie auf diesen Körperteilen keine Federn um sie warm zu halten (es sei denn, Sie haben eine Rasse wie Cochin, Brahma oder Silkie).

Überraschenderweise ist die einfache Antwort auf „Wie halten sie ihre Beine warm?“: – „Sie tun es nicht!“ Diese dünnen, nackten Beine haben Schuppen, die die Wärme bis zu einem gewissen Grad speichern, wenn der Vogel aber zu lange stillsteht, werden sie immer noch sehr kalt.

Und das ist das wichtige Detail: Ein Huhn hält seine Beine warm, indem es sich bewegt und nicht all seine Zehen zu lange auf dem Boden hält, weil sie sonst schnell an Wärme verlieren. Die Lösung ist daher ganz einfach:

Sitzen ist die effektivste Art für Hühner, Wärme zu speichern. Eine Henne hockt sich zum Schlafen hin und steckt ihre Beine unter ihren warmen Körper. Wenn Sie also genug Platz haben, installieren Sie doch ein flaches Sitzbrett. Ein Stück Holz mit einer Breite von 10 cm ermöglicht es Ihren Hühnern zu rasten, ohne eine Hühnerstange umfassen zu müssen, wodurch bei wirklich kaltem Wetter verhindert werden kann, dass ihre Zehen einfrieren. (Noch besser, wenn man sich einfach in einen Nistkasten kuscheln kann, was das Hühner-Äquivalent einer dicken Decke ist!)

Aber natürlich möchte eine hungrige Henne nicht den ganzen Tag damit verbringen herumzusitzen, also hat sie auch in der grössten Kälte viel Kontakt mit dem Boden.

Einbeinige Hennen

Wie viele andere Vögel, stehen Hühner oft auf einem Bein und stecken eines ihrer Gliedmaßen unter die Wärme ihres Bauches. Dies reduziert den Gesamtwärmeverlust und verhindert, dass Füße und Zehen auf dem vereisten Boden einfrieren.

Ein umgedrehter Topf, ein Baumstamm, eine Palette oder eine andere leicht erhöhte Fläche – von Schnee oder Eis befreit – kann den Hühnern dabei helfen, den Kreislauf in Gang zu bringen, ohne auf dem gefrorenen Boden den Atem anhalten zu müssen. Wie alle Vögel sind auch Hühner so wie wir warmblütig, und ihre eigene Körperwärme wirkt Wunder. Tatsächlich können Hühner mit einer durchschnittlichen Körpertemperatur von etwa 41 ° C auch in wirklich kaltem Wetter aktiv bleiben.

Es helfen aber auch noch andere Tricks bei der Erwärmung der Beine. Das Aufblähen des Federkleids speichert die Körperwärme, indem kleinen Luftbläschen eingefangen werden, die dann vom warmen Körper des Vogels erwärmt werden.

Einige Besitzer füttern ihren Hühnern abends Mais und Getreide, welche langsamer verdaut werden als herkömmliche Pellets oder anderes Hühnerfutter. Ein Teil des Verdauungsprozesses besteht nämlich in der Erzeugung von Wärme – einer Art innerer Wärmflasche!

Im Allgemeinen essen Hennen in den kalten Monaten mehr, da sie mehr Energie verbrennen müssen, um sich warm zu halten. Einige Besitzer ergänzen daher die Nahrung ihrer Hühner mit zusätzlichem Eiweiß oder ein wenig Nierenfett, um ihr Fettgehalt für den Winter zu erhöhen. Fett speichert Wärme, und so profitiert der ganze Vogel – nicht die Beine (die so dünn bleiben werden wie zuvor!).

Hilfe mit der Heizung

Sie können Ihren Hühnern helfen, ihre Zehen warm zu halten, indem Sie sichergehen, dass der Stall sauber und trocken ist. Achten Sie darauf, dass Sie Schneereste die von Ihren Hühnern and den Füßen in den Stall gebracht werden, entfernen, und bedecken Sie den Stallboden mit einer isolierenden Strohschicht. Sie können den Vögeln zusätzlichen Schutz bieten indem Sie den Stall isolieren, – doch muss noch eine gewisse Belüftung vorhanden sein, damit die aus dem Kot der Vögel freigesetzten Gase entweichen können.

Sie können eine automatische Tür installieren, um den Wohnbereich behaglich zu halten. Heizgeräte sind ebenfalls erhältlich – verwenden Sie jedoch ausschließlich Heizgeräte, die speziell für Hühnerställe entwickelt wurden. Es ist auch am besten, diese nur zu verwenden, wenn die Temperatur unter -5 ° C sinkt, da sich die Hennen sonst daran gewöhnen könnten, es immer warm zu haben, was katastrophal wäre, sollte die Heizung einmal ausfallen und die Vögel plötzlich der Kälte ausgesetzt sein. Durch Hitze verweichlichtes Geflügel kann nämlich an Kälteschock sterben.

Im Stall sollte es nicht ziehen, aber er sollte auch nicht vollständig abgedichtet sein, da Belüftung wichtig ist um Ihre Hühner gesund zu halten. Tagsüber hilft ihnen ein geschützter Platz im Gehege oder im Garten, Luft zu schnappen und die armen Beinchen zu wärmen.

Hühner sind erstaunlich robust und obwohl ihre Beine nicht gerade warm sind, können sie aushalten, was der durchschnittliche Winter so bringt, solange sie die Möglichkeit haben, ab und zu ihre Zehen auf einer schönen Hühnerstange aufzuwärmen…

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