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Geflügelzaun vs. Maschendrahtzaun

Geflügel- sowie Maschendrahtzäune haben einzigartige Eigenschaften, die helfen, Hühnern mehr Platz zu bieten, während gleichzeitig der Garten geschützt wird.

Die Wahl zwischen Geflügelzaun und Maschendrahtzaun ist einer der ersten Schritte, um das neue Heim Ihrer neuen Hühner einzurichten. Bei beiden Produkten geht es darum, Ihre Hühner in ihrem neuen Zuhause sicher zu halten. In diesem Guide erläutern wir die wichtigsten Eigenschaften von Geflügelzäunen und Maschendrahtzäunen, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, welches Produkt für Sie und Ihre Herde am besten geeignet ist.

Was ist ein Maschendrahtzaun?

Ein Maschendrahtzaun wird meist aus Stahl hergestellt und zum Einpferchen von Hühnern verwendet. Der Draht ist dünn und flexibel, wobei der Stahl in hexagonale Lücken geformt ist, die unterschiedlich groß sein können. Viele Menschen nutzen ihn nicht nur für ihre Hühnerschar, sondern auch für andere Zwecke im Garten. Er lässt sich für eine Vielzahl von Aufgaben verwenden, von der Errichtung von Kleintierausläufen bis hin zum Schutz von Pflanzen.

Was ist ein Geflügelzaun?

Ein Geflügelzaun erfüllt die gleiche Aufgabe wie ein Maschendrahtzaun, ist aber beständiger und lässt sich viel einfacher errichten. Der Zaun ermöglicht es Ihnen, Ihren Garten hühnersicher zu machen und gleichzeitig Ihren Hühnern genügend Auslauf zu geben. Er wird aus stärkeren Materialien wie Aluminium und Polypropylen hergestellt. Geflügelzäune sind in der Regel auch höher als Zäune aus herkömmlichen Draht.

Maschendraht- sowie Geflügelzäune haben ihre eigenen Vorteile, die dabei helfen können, den Hühnern ein glückliches Heim zu schaffen

Maschendrahtzaun vs. Geflügelzaun: 3 Hauptunterschiede

Es gibt 3 wesentliche Unterschiede zwischen Maschendraht- und Geflügelzäunen, die beide entworfen wurden, um die gleiche Aufgabe auf leicht unterschiedliche Weise zu erfüllen. Auf Folgendes sollte geachtet werden:

  • Höhe – Auch wenn sie nicht besonders hoch kommen, können Hühner durchaus fliegen. Deshalb ist es wichtig, den Garten so zu gestalten, dass sie nicht entkommen können. Der Geflügelzaun wurde so konzipiert, dass er höher als ein Maschendrahtzaun ist und Hühner am Wegfliegen hindert!
  • Beständigkeit – Der Hauptunterschied zwischen einem Maschendraht- und einem Geflügelzaun ist das Material; in der Regel werden sie aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Maschendraht wird meist aus Stahl hergestellt, während Geflügelzäune aus stabileren Kunststoffen gefertigt werden.
  • Einfache Handhabung – Ein Geflügelzaun ist so konzipiert, dass er sich nicht verheddern kann, und wird mit leicht zu installierenden Pfosten geliefert. Der Maschendrahtzaun hingegen ist fein und kann sich leicht verheddern, sodass er erst einmal entwirrt werden muss. Möglicherweise müssen Sie ihn auch selbst an den Holzpfählen befestigen.

Ist ein Geflügelnetz das gleiche wie ein Geflügelzaun?

Geflügelnetz ist lediglich ein anderer Name für Geflügelzaun und es wird dazu verwendet, um den Hühnerstall herum einen Auslauf zu errichten. Für zusätzlichen Schutz für Ihre Hühner kann ein elektrischer Geflügelzaun sorgen, der Raubtiere abschreckt. Wir empfehlen jedoch, darüber hinaus weitere Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um die Sicherheit Ihrer Herde zu gewährleisten.

Sind Maschendraht- und Geflügelzäune raubtiersicher?

Wenn Sie Hühner aufziehen, werden Sie sie vor lästigen Fressfeinden schützen wollen. Maschendraht ist hervorragend, um erwachsene Hühner drinnen zu halten, aber leider nicht so gut, um Raubtiere draußen zu halten. Die Hexagone ermöglichen einigen Raubtieren einen mühelosen Zugang und sind auch groß genug, sodass Küken entkommen können. Die dünne Beschaffenheit des Stahls hingegen kann von größeren Raubtieren wie Füchsen leicht durchgekaut werden.

Viele Hühnerhalter decken mit Maschendraht den Auslauf ab, um größere Raubtiere aus der Luft abzuwehren

Ein Vergleich zwischen einem Maschendraht- und einem Geflügelzaun kann bei der Entscheidung helfen, welcher Zaun am besten geeignet ist.

Genau wie ein Maschendrahtzaun ist auch ein Geflügelnetz nicht dazu gedacht, die Hühner vor Raubtieren zu schützen – sein einziger Zweck ist es, den Auslauf für die Hühner zu erweitern. Während sich Ihre Hühner in dem durch den Zaun abgegrenzten Bereich aufhalten, sollten Sie ein Auge auf Raubtiere halten, da diese das Netz durchkauen könnten. Sollten Sie Ihre Hühner nicht beaufsichtigen können, bietet ein begehbares Hühnergehege größeren Schutz gegen Raubtiere.

Was ist beständiger: Maschendrahtzaun oder Geflügelzaun?

Da Maschendraht aus dünnem Stahl gefertigt ist, ist er anfällig für Rost und Korrosion. Das bedeutet, dass er nur bis zu 5 Jahre hält und dann häufig ersetzt werden muss. In einem feuchtem Klima mit feuchtem Boden rostet er zudem schneller als in trockeneren Regionen.

Da sie aus beständigeren Materialien hergestellt werden, halten Geflügelzäune wahrscheinlich länger als herkömmlicher Maschendrahtzäune. Das bedeutet, dass er nicht so oft ersetzt werden muss. Der Geflügelzaun ist auch viel stabiler, was dafür sorgt, dass er sich nicht so verheddert wie Maschendraht, was ebenfalls zu seiner Langlebigkeit beiträgt.

Wie viele Arten von Maschendrahtzäunen gibt es für Hühner?

Maschendraht kann aus verschiedenen Metallen hergestellt werden, verzinkter Stahl bietet jedoch die beste Stärke und Beständigkeit. Genau wie bei der Wahl des Hühnerstalls ist es wichtig, auch den perfekten Draht für den Auslauf Ihrer Hennen auszuwählen. Sie werden auch feststellen, dass der Draht in verschiedenen Durchmessern erhältlich ist. Wenn Sie eine höhere Stärke wählen, wird es für Tiere schwieriger werden, den Maschendraht durchzukauen. Sie sollten auch die Größe der Hexagone berücksichtigen. Sind diese zu groß, kommen kleine Küken und Raubtiere leichter durch sie hindurch.

Der Hühnerzaun von Omlet

Der Hühnerzaun von Omlet ist ideal, um Ihren Hühnern zusätzlichen Platz im Garten zu schaffen. Seine einzigartigen Vorteile machen unseren Zaun zur ultimativen Wahl, und sowohl Sie als auch Ihre Hühner werden von Ihrem neuen Zaun begeistert sein!

Omlets Hühnerzaun fügt sich nahtlos im Garten ein und bietet Hühnern ihren eigenen Bereich.

  • Höher – Je nachdem, welche Hühnerrasse Sie haben, ist es möglich, dass sie versuchen, ein wenig umherzufliegen. Unser Zaun ist aber hoch genug, sodass Ihre Hühner nicht entkommen sollten..
  • Wand-Anschluß-Kit – Wenn Sie bereits einen Auslauf haben, oder den Hühnerzaun mit Ihrem Gartenzaun verbinden möchten, hilft unser Wand-Anschluss-Kit, beide auf einfache Weise miteinander zu verbinden.
  • Unauffällig – Unser verbesserter Zaun kommt in Schwarz und fügt sich nahtlos in Ihren Garten ein.
  • Leichte Montage – Das Netz wird sich nicht verheddern und mit den verstellbaren Pfosten ist der Aufbau unseres Zauns sehr einfach. Jeder Pfosten ist für Stabilität mit zwei Spitzen versehen, die leicht in den Boden getreten werden können.
  • Reflektierend – Sicherheit ist in jedem Außenbereich wichtig. Unser Hühnerzaun hat gut sichtbare Spannleinen und reflektierende Plaketten am Zaun selbst, damit Sie ihn auch nachts sehen können.
  • Eingangsbereich – Für diejenigen, die leichten Zugang zum Auslauf haben möchten, um nach ihren Hühnern zu sehen, sind unsere Zäune mit einem einfachen Eingangstor ausgestattet.

Haustierprodukte von Omlet

Wir haben alles, was leidenschaftliche Hühnerhalter für glückliche Hühner brauchen. Der Hühnerauslauf lässt sich mit Sitzstangen und lustigem Hühnerspielzeug ausstatten, während unsere Wetterschutzplanen für Hühnerställe und -ausläufe die Tiere vor Wind und Wetter schützen.

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6 Fehler, die Sie bei der Aufzucht von Küken vermeiden sollten

Eine Glucke mit drei Küken

Hühner kümmern sich von klein auf ziemlich gut um sich selbst. Es gibt jedoch bestimmte Dinge, die Sie vermeiden müssen, wenn Sie möchten, dass Ihre Küken den bestmöglichen Start ins Leben haben.

In diesem Artikel beschreiben wir sechs Fehler, die sich leicht vermeiden lassen

1. Die Kükenbox ist nicht bereit, wenn die Küken ankommen

Sie müssen die Behausung der Küken – eben die Kükenbox – vor der Ankunft der Vögel organisieren, Andernfalls werden Sie sie nirgendwo unterbringen können, und das wäre eine Katastrophe.

Sie können Kükenboxen kaufen, die speziell für die Haltung von Küken hergestellt wurden, oder Sie können selbst einen bauen, indem Sie einen Pappkarton oder einen Plastikbehälter mit Löchern an der Seite verwenden. Entscheiden Sie sich nur für die DIY-Lösung, wenn Sie 100 % darauf vertrauen, dass Sie wissen, was Sie tun.

Wichtig ist, dass die Vögel in einem warmen und gut belüfteten Raum gehalten werden, der jedoch vor Zugluft geschützt ist. Als Faustregel gilt, dass Sie pro frisch geschlüpftem Küken 0.05 m² einplanen sollten, das ist genug Platz für flauschige Neuankömmlinge, aber sie wachsen schnell. Wenn die Küken nach 4 Wochen aus der Kükenbox in einen Auslauf gebracht werden, sind 0.09 m² pro Vogel bis zum Alter von 8 Wochen zwar ausreichend, wir empfehlen jedoch 0.18 m², damit sie genug Platz haben, wenn sie wachsen!

Eine Abdeckung aus Hühnerdraht für die Oberseite der Kükenbox ist ratsam. Küken können leicht aus dem Nest “fliegen“, wenn die Seiten der Behausung weniger als 45 cm hoch sind. Ältere Küken brauchen Sitzstangen zum Schlafen, und werden es zu schätzen wissen, wenn diese in der Kükenbox sind.

2. Die falsche Temperatur

Zu viel oder zu wenig Wärme kann für Küken tödlich sein, daher ist dies eine weitere Frage des Überlebens. Die Küken müssen in ihrer ersten Woche bei einer Temperatur von 35 °C gehalten werden. Die Wärme sollte dann etwa alle fünf Tage leicht reduziert werden, bis Sie Raumtemperatur erreicht hat.

Die Art der Wärmequelle ist ebenfalls ein wichtiges Detail. Am besten eignet sich eine Heizung, die speziell für Hühnerställe und Volieren entwickelt wurde, oder eine rote Wärmelampe. Sie sollten keine weiße Heizlampe verwenden, da diese ein grelles Licht erzeugt, das die Küken in der Nacht wach hält, was sie reizbar macht, und dazu führen könnte, dass sie so anfangen einander zu picken. Standard-Glühbirnen sind ebenfalls nicht geeignet.

Selbst die richtige Art von Heizung oder Heizlampe muss hinsichtlich der Position und der Höhe über dem Boden überprüft werden. Beobachten Sie, wie sich die Küken in Bezug auf die Wärmequelle verhalten. Wenn sie sich direkt unter der Lampe oder vor der Heizung zusammendrängen, bedeutet das, dass es ihnen zu kalt ist. Erhöhen Sie die Einstellung der Wärmequelle oder fügen Sie eine zusätzliche hinzu, je nach Situation.

Wenn sich alle Küken von der Wärmequelle zurückziehen, ist es ihnen wahrscheinlich zu heiß. In diesem Fall muss die Heizung oder Wärmelampe weiter entfernt werden, oder die Temperatur muss leicht reduziert werden. Das Verhalten der Küken kann sich ändern, wenn sie größer werden und der Raum enger wird, beobachten Sie sie also jeden Tag sorgfältig.

3. Die falsche Art von Einstreu

Bei Küken können Sie nicht einfach „irgendeine alte Einstreu verwenden“. Verwenden Sie Holzspäne oder anderes ungiftiges, saugfähiges Material, das für Küken empfohlen wird. Vermeiden Sie Zeitungspapier oder geschredderte Zeitschriften, und verwenden Sie keine aromatischen, öligen Hölzer wie Zedernholz. Eine 2,5 cm dicke Schicht dieser Einstreu ist ausreichend. Wenn Sie die Einstreu weglassen, besteht die Gefahr, dass die Küken ausrutschen und abrutschen, was zu einer Verletzung namens “ Spreizbeine“ führen kann, die lebensbedrohend ist. Die Einstreu sollte mindestens einmal pro Woche gewechselt werden, damit sich kein klebriger Kot ansammelt.

4. Die falsche Art von Futter

Kükenfutter – entweder in Form von “ Krümeln“ oder “ Brei“ – ist das wesentliche Grundnahrungsmittel eines Kükens. Wenn Ihre Küken gegen Kokzidiose geimpft wurden, müssen Sie ein Futter ohne Medikamentenzusatz kaufen. Das Kükenfutter ist gleichzeitig ein sogenanntes ‘Aufzuchtfutter’, das für Küken bis zu 16 Wochen bestimmt ist. Einige Kükenfutter Sorten sind jedoch nur für die ersten vier Wochen gedacht, danach können Sie auf ein Aufzuchtfutter umsteigen.

Küken freuen sich auch über ein wenig Frischfutter als Leckerbissen, entweder Gemüse oder Würmer und Käfer. Diese sollten jedoch niemals die Küken-Futtermischung ersetzen. Hühner fressen nur so viel, wie sie brauchen, und es besteht keine Gefahr, dass sie sich überfressen. Sie müssen also nur darauf achten, dass die Futterbehälter immer gefüllt sind.

Wie erwachsene Vögel benötigen auch Küken Grit, um ihr Futter zu zerkleinern. Er sollte eher so groß wie Sandkörner sein und nicht wie die kleinen Kieselsteine und Muschelfragmente, die erwachsene Vögel benötigen.

Ihre Küken brauchen Futter- und Wasserbehälter. Kaufen Sie maßgefertigte Näpfe, anstatt mit Schalen und Tabletts zu improvisieren: Diese werden unweigerlich verschmutzt bzw. das Futter/Wasser verschüttet. Bei sehr jungen Küken muss das Wasser mindestens zweimal am Tag gewechselt werden, da es schnell schmutzig wird.

5. Die tägliche Gesundheitskontrolle vergessen

Ein Küken-Gesundheitscheck ist einfach, man sieht sich die Jungvögel an und vergewissert sich, dass sie so lebhaft und aufmerksam wie immer aussehen. Ein Küken, das allein sitzt und lethargisch oder aufgeplustert aussieht, während die anderen aktiv sind, kann krank sein. Ein krankes Küken wird sehr schnell schwächer und stirbt.

Das häufigste Gesundheitsproblem, das bei jungen Küken auftritt, ist Verkrustung, wenn ihr Kot am Körper klebt und eintrocknet und sie daran hindert, ihr Geschäft zu verrichten. Einem betroffenen Küken kann geholfen werden, indem Sie den verklebten Bereich mit warmem Wasser befeuchten und sauber wischen. Möglicherweise müssen Sie gelegentlich eine Pinzette verwenden, um einen Kotpfropfen aus der Öffnung zu entfernen. Das Küken muss während dieser eher heiklen und ‚würdelosen‘ Prozedur gut festgehalten werden. Wenn es verstopft bleibt, kann ein verkrustetes Küken schnell sterben.

Hinweis: Wenn ein dünner dunkler Strang vom Hinterteil des Kükens herabhängt, handelt es sich NICHT um eine Verkrustung, sondern es ist die eingetrocknete Nabelschnur, mit der der Vogel mit dem Dotter im Ei verbunden war. Sie wird nach ein paar Tagen abfallen.

6. Küken zu schnell nach draußen lassen

Küken können bis zu drei Stunden am Tag im Freien verbringen, sobald sie zwei Wochen alt sind, solange sie von einer Person beaufsichtigt werden. Ein großer Drahtkäfig oder ein tragbares Auslaufgehege reichen dafür aus. Die Vögel sollten nur ins Freie gebracht werden, wenn es mindestens 18 °C (65 °C) warm, trocken und nicht zu windig ist. Sie brauchen außerdem draußen Nahrung, Wasser und Schatten.

Hinweis: Wenn Sie die Küken ins Freie bringen, bevor sie zwei Wochen alt sind, oder wenn Sie sie länger als drei Stunden draußen lassen, können sie sich erkälten oder einen Sonnenstich bekommen (je nach Wetter). Solch ein Schock für das System kann einen kleinen Vogel töten.

Mit 12 Wochen sind die Junghennen alt genug, um in einen Eglu Hühnerstallzu ziehen und in ein Auslaufgehege. Sie werden noch zu klein sein, um die Sitzstangen zu bewältigen, daher sollten diese entfernt werden, bis die Küken groß genug sind, um auf ihnen zu sitzen oder über sie zu laufen. Wenn Sie einen Eglu Cubehaben, müssen die Küken möglicherweise in den/aus dem Schlaf- und Legebereich gehoben werden, da sie oft anfangs mit der Leiter Mühe haben. Diese kann in den ersten Wochen zu einer Rampe umfunktioniert werden, um es den Hennen leichter zu machen.

Im Schlafbereich des Eglus – oder jedes anderen Stalls mit Auslauf – sollte sich viel Einstreu befinden, damit es die jungen Hennen nachts warm bleiben. Die Einstreu sollte auch mindestens zweimal pro Woche ausgetauscht werden.

Küken lernen von ihren Artgenossen schnell die Regeln, und ein Großteil ihres Verhaltens basiert auf Instinkt. Solange Sie ihnen also die richtige Umgebung bieten, wird die Natur den Rest übernehmen.

Küken unter einer Wärmelampe

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Hühnerhaltung für Anfänger: Ausgewachsene Hühner oder Küken?

Ganz gleich, ob du regelmäßig mit frischen Eiern versorgt werden möchtest oder einfach die Freude genießen möchtest, mit der Hühner den Garten füllen – die allererste Entscheidung, die du treffen musst, lautet: Soll ich mit Küken oder gleich mit ausgewachsenen Hühnern anfangen? Für die meisten Anfänger lautet die Antwort: Ausgewachsene Hühner. Insbesondere Junghennen (junge Hennen, die kurz vor Legebeginn stehen) bieten den einfachsten, schnellsten und sichersten Einstieg in die Hühnerhaltung. Allerdings hat jede Option seinen eigenen Reiz, und die richtige Wahl hängt von deinen Plänen und deinem Zeitplan ab, aber auch davon, wie viel Zeit du bereit bist, in ihre Pflege zu investieren.

Hier ist alles, was du wissen musst, bevor du dich entscheidest.

Eine Glucke mit ihren Küken

Sollten Anfänger mit Küken oder ausgewachsenen Hühnern beginnen?

Für die meisten Anfänger ist es besser, mit ausgewachsenen Vögeln zu beginnen. Hier erfährst du die Gründe dafür.

Küken sind zweifellos einfach entzückend, erfordern in den ersten Lebenswochen jedoch viel praktische Pflege. Du benötigst eine Aufzuchtbox, eine Wärmequelle, eine Temperaturüberwachung und spezielles Kükenfutter. Außerdem sind sie recht zerbrechlich. Sie reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen und sind eine leichte Beute für Raubtiere. Hinzu kommt, dass es vom Schlüpfen bis zum ersten Ei etwa fünf Monate dauert, was eine längere Wartezeit bedeutet, wenn du dir eine eigene Herde für frische Eier wünschst.

Mit ausgewachsenen Hennen ist das ganz anders. Sie sind robust, weitgehend selbständig und beginnen in der Regel schon wenige Wochen nach der Eingewöhnung in ihrem neuen Zuhause mit dem Eierlegen. Richte einen guten Hühnerstall mit Auslauf für deine Hühner ein, lass sie einziehen, und schon kann es losgehen.

Fazit: Anfänger können durchaus Küken aufziehen, sollten dies aber mit offenen Augen angehen. Wenn dein Hauptziel die stressfreie Haltung einer gesunden und produktiven Herde ist, dann sind Junghennen für den Einstieg die klügere Wahl.

Was sind Junghennen und warum solltest du dich für sie entscheiden?

Eine Junghenne ist in der Regel etwa 16 bis 20 Wochen alt und steht kurz davor, mit dem Eierlegen zu beginnen. Sie ist voll befiedert, geimpft und bereit, direkt in ihr neues Zuhause einzuziehen, ohne dass die intensive Pflege, die Küken in der Anfangsphase benötigen, erforderlich ist.

Die praktischen Vorteile

  • Keine Aufzuchtbox erforderlich. Wärmelampen, Temperaturkontrollen und spezielles Kükenstarterfutter sind allesamt nicht notwendig.
  • Vom ersten Tag an bereit für das Leben im Freien. Richte dein begehbares Gehege und den Hühnerstall ein, setze deine Junghennen hinein und gib ihnen Zeit zum Einleben.
  • Eier innerhalb weniger Wochen. Die meisten Junghennen beginnen kurz nach der Eingewöhnung in ihre neue Umgebung mit dem Eierlegen.
  • Weibliche Hühner garantiert. Seriöse Anbieter verkaufen Junghennen, deren Geschlecht bestimmt wurde, sodass keine Gefahr besteht, dass man am Ende Hähne hat, die man nicht halten kann.
  • Leicht zu finden. Junghennen sind auf örtlichen Bauernhöfen, bei einigen Agrarhändlern sowie bei Hühnerzüchtern zu finden, meist im Frühjahr und Frühsommer.

Wann Küken sinnvoll sind

Der einzig gute Grund, Küken statt Junghennen zu wählen, ist, wenn man bewusst die Erfahrung machen möchte, Vögel von klein auf aufzuziehen. Die Handaufzucht von Küken schafft eine starke Bindung, und viele Halter empfinden dies als sehr bereichernd. Auch Familien mit Kindern haben oft viel Freude daran.

Wenn jedoch frische Eier und ein unkomplizierter Einstieg in die Hühnerhaltung Priorität haben, sind Junghennen die ideale Wahl für Anfänger.

Gerettete Hennen adoptieren: Eine lohnende Alternative

Eine Möglichkeit, die neue Hühnerhalter oft übersehen, ist die Aufnahme von geretteten Hennen – dies ist einer der schönsten Wege, die man einschlagen kann.

Bei diesen Vögeln handelt es sich in der Regel um Hennen aus kommerzieller Haltung, die von der Agrarindustrie als nicht mehr produktiv eingestuft wurden. Die meisten werden im Alter von etwa 18 Monaten ausgemustert, obwohl sie oft noch weitere 18 Monate oder länger legen könnten. Es gibt jedoch Organisationen und Vereine, die im Internet zu finden sind, die sich intensiv dafür einsetzen, diesen Tieren ein neues Zuhause zu vermitteln, bevor sie zum Schlachter geschickt werden.

Was dich erwartet, wenn deine geretteten Hennen bei dir ankommen

Gerettete Hennen können anfangs etwas mitgenommen aussehen. Fehlende Federn, schüchternes Verhalten und blasse Kämme sind nach einem Leben in Massentierhaltung keine Seltenheit. Mach dir aber keine Sorgen. Mit gutem Futter, sauberem Wasser und ausreichend Platz werden sie eine bemerkenswerte Verwandlung durchgehen.

Innerhalb weniger Wochen sind die meisten geretteten Hennen kaum wiederzuerkennen. Die Federn wachsen nach, ihre Persönlichkeiten kommen zum Vorschein, und im Legenest tauchen die ersten Eier auf. Es ist wirklich eine der erfüllendsten Erfahrungen in der Hühnerhaltung.

Ein paar nützliche Informationen:

  • Gerettete Hühner, die von seriösen Organisationen vermittelt werden, werden vor der Vermittlung gesundheitlich untersucht, sodass schwerwiegende Gesundheitsprobleme unwahrscheinlich sind.
  • Sie sind in der Regel kostenlos oder gegen eine kleine Spende erhältlich, was sie zu einer der günstigsten Möglichkeiten zur Anschaffung von Hühnern macht.
  • In den verbleibenden Jahren ihrer Legezeit werden sie dir weiterhin etwa 4 bis 5 Eier pro Woche schenken.
Eine Glucke sitzt mit ihren Küken in einem Holzstall

Was du vor dem Kauf von Küken wissen solltest

Wenn du die Erfahrung machen möchtest, Küken aufzuziehen, gibt es ein paar Dinge, die du im Vorfeld wissen solltest.

Geschlechtsbestimmung: der wichtigste Aspekt, den es zu beachten gilt

Bei Küken gibt es keine offensichtlichen äußerlichen Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen. Alle Vögel, die als „gemischtgeschlechtlich“ verkauft werden, sind eine unsortierte Mischung beider Geschlechter, etwa im Verhältnis von 50:50. Da die meisten Hobbyzüchter keine Hähne wollen, ist es am sichersten, geschlechtsbestimmte Küken auf einem Geflügelhof oder bei einem Züchter zu kaufen, der bestätigen kann, dass es sich um weibliche Vögel handelt.

Vor dem Kauf solltest du die für deinen Kreis gültigen Vorschriften bezüglich der privaten Hühnerhaltung prüfen. Für die Haltung von Hähnen könnte es möglicherweise Einschränkungen aufgrund der Lärmbelästigung geben. Falls dein gewünschter Anbieter keine nach Geschlecht sortierten Küken anbietet, lohnt es sich, zu warten, bis diese verfügbar sind, anstatt eine Herde zu kaufen, die möglicherweise männliche Tiere enthält, die du nicht halten darfst.

Wo man Küken kaufen kann

Da die meisten Züchter ihre Küken im späten Winter und im frühen Frühjahr anbieten, lohnt es sich, vorausschauend zu planen. Trage dich frühzeitig in die Wartelisten ein. Züchterverzeichnisse im Internet sind eine gute Anlaufstelle oder frage im lokalen Agrarhandel oder auch auf regionalen Bauernmessen nach.

Sei ehrlich, was deinen Terminkalender angeht

Küken brauchen in den ersten Wochen regelmäßige Pflege. Wenn du häufig unterwegs bist oder eine besonders arbeitsreiche Zeit vor dir hast, lohnt es sich, zu warten, bis dein Terminkalender es zulässt, dass du vor Ort sein kannst. Die Aufzuchtphase ist zwar kurz, erfordert aber deine Anwesenheit.

Ein Mädchen sitzt bei den Hühnern im Eglu Pro-Auslauf

Aufzuchtbox für Küken einrichten

Eine Aufzuchtbox ist ein warmer, umschlossener Raum, in dem die Küken die ersten vier bis fünf Wochen verbringen werden. Sie muss nichts Ausgefallenes sein.

Was du benötigst

Ein großer Karton oder eine Aufbewahrungsbox aus Kunststoff eignet sich hervorragend als Aufzuchtbox. Die wichtigsten Aspekte sind Wärme, Belüftung und Schutz vor Zugluft.

Wärmequelle und Platz

Verwende eine Wärmeplatte oder eine rote Wärmelampe anstelle einer weißen. Weiße Lampen strahlen ein konstantes Licht aus, das die Küken stresst und zum Federpicken verleitet. Deine Küken zeigen dir, ob die Temperatur stimmt: Wenn sie sich direkt unter der Wärmequelle zusammenkauern, ist ihnen kalt; wenn sie sich an den Rand der Aufzuchtbox drängen, ist es ihnen zu warm. Richte dich nach der folgenden Tabelle für die wöchentlichen Temperaturwerte:

  • 1. Woche: 35 °C
  • 2. Woche: 32 °C
  • 3. Woche: 29 °C
  • 4. Woche: 27 °C
  • 5. Woche: 24 °C oder Außentemperatur

Senke die Temperatur jede Woche um etwa 3 °C, bis sie der Außentemperatur entspricht und deine Küken soweit sind, nach draußen umzuziehen.

Rechne mindestens 39 cm² pro Küken ein und vergrößere den Platz, wenn die Küken wachsen. Decke die Oberseite mit Drahtgeflecht ab, um die Luftzirkulation zu gewährleisten und zu verhindern, dass die Küken herausspringen, nachdem sich ihre Flügel entwickelt haben.

Die Küken nach draußen umsiedeln

Ab einem Alter von etwa zwei Wochen können Küken unter Aufsicht kurze Zeit im Freien verbringen, sofern die Temperatur mindestens 18 °C beträgt und es trocken ist. Mit etwa 12 Wochen können sie dauerhaft in einen Außenstall mit Auslauf umziehen. Ein Eglu Go Hühnerstall ist in dieser Phase eine hervorragende Option, da er leicht zu reinigen und von Anfang an vor Raubtieren geschützt ist. Entferne zunächst das Sitzstangengitter aus dem Inneren des Stalls, bis die Küken groß genug sind, um sicher darauf sitzen und darüber laufen zu können, und lege reichlich Einstreu aus, um die Küken warm zu halten.

Eigene Hühner aus Bruteiern aufziehen

Für erfahrene Halter, die noch einen Schritt weiter gehen möchten, ist die Aufzucht eigener Hühner aus Bruteiern eine äußerst erfüllende Alternative. Allerdings erfordert dies mehr Planung und Ausrüstung, sodass es vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt ist, wenn dies deine erste Herde ist. Hier erfährst du alles Wissenswerte, falls du dies in Erwägung ziehst. 

Was du für den Anfang benötigst

Bruteier können online bei spezialisierten Portalen bestellt oder von spezialisierten Züchtern und Höfen gekauft werden. Oder nimm einen Hahn in deine Herde auf, der sich mit den Hennen paart und auf natürliche Weise im Rahmen des Herdenalltags für befruchtete Eier sorgt.

Du hast nun zwei Möglichkeiten:

Überlasse einer brütenden Henne die Arbeit. Wenn eine deiner Hennen brütig wird (das heißt, sie ist fest entschlossen, Eier auszubrüten), kannst du der Natur ihren Lauf lassen. Eine brütende Henne kommt in der Regel mit 10 bis 12 Eiern zurecht und dreht diese regelmäßig, ohne dass du ihr dabei helfen musst. Dies ist bei weitem die einfachste Methode zum Ausbrüten.

Verwende einen Brutapparat. Wenn du keine brütige Henne hast oder mehr Kontrolle über den Prozess möchtest, ist die Alternative ein Brutapparat. Einige moderne Brutapparate übernehmen sowohl die Temperaturregelung als auch das automatische Wenden der Eier, was den Prozess für Anfänger im Eier ausbrüten erheblich vereinfacht.

Der Schlupfprozess

Nach 21 Tagen beginnen die Küken zu schlüpfen. Dieser Vorgang kann bis zu 24 Stunden pro Küken dauern und sollte niemals beschleunigt oder gestört werden. Widerstehe dem Drang, einem Küken aus der Schale zu helfen; sich aus dem Ei zu befreien, ist Teil seiner Entwicklung.

Ein wichtiger Punkt, den du berücksichtigen solltest: Wenn du deine eigenen Küken ausbrütest, erhältst du eine Mischung aus männlichen und weiblichen Vögeln. Überlege dir schon vor Beginn, was du mit den Hähnen machen willst – es kann schwierig sein, ein neues Zuhause für sie zu finden, daher solltest du dir schon im Voraus darüber Gedanken machen.

Welche Option ist die richtige für dich? Eine kurze Zusammenfassung

Hier ist eine kurze Zusammenfassung, die dir bei der Entscheidung helfen kann:

  • Entscheide dich für Junghennen, wenn du möglichst bald frische Eier haben möchtest, noch keine Erfahrung in der Hühnerhaltung hast und einen pflegeleichten Einstieg in dieses Hobby möchtest.
  • Entscheide dich für gerettete Hennen, wenn du nach einer erschwinglichen und lohnenden Option suchst und bereit bist, in den ersten Wochen etwas mehr Zeit und Mühe zu investieren.
  • Entscheide dich für Küken, wenn du unbedingt die Erfahrung machen möchtest, Vögel von klein auf großzuziehen, du die Zeit hast, dich intensiv um sie zu kümmern, und bereit bist, auf die ersten Eier zu warten.
  • Entscheide dich für Bruteier, wenn du ein erfahrener Halter bist, der seine Herde vergrößern oder neue Linien einbringen möchte, und du über den nötigen Platz und die Zeit dafür verfügst.
Ein Mädchen kuschelt mit einem Huhn im Eglu Pro-Hühnerauslauf

Omlet und deine Hühnerschar

Egal, welchen Weg du einschlägst: Die richtige Unterbringung ist das Wichtigste, was du für deine Herde tun kannst. Unsere Hühnerställe und begehbaren Gehege machen die Hühnerhaltung wirklich einfach – ganz gleich, ob du Junghennen, gerettete Hühner oder eine Schar flauschiger Küken bei dir aufnimmst. Außerdem bieten wir fachkundige Ratgeber für jede Phase im Leben deiner Herde, damit du die Hühnerhaltung vom ersten Tag an mit Zuversicht angehen kannst.

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Die Naturbrut – ein paar Tipps, wie es mit Küken klappt

Von Tierärztin Dr. Katrin Sewerin

Die natürlichste Aufzucht von Küken ist die mit einer Glucke. Hat man jedoch keine Glucke, kann man auf Kunstbrut mittels Brutmaschine und Aufzucht mit Wärmeplatte oder Lampe zurückgreifen. Ebenso, wenn Züchter ihre Hühner „rechtzeitig“ für Ausstellungen fertig haben möchten, ist Kunstbrut vorzeitig im Jahr eine Option.

Bei einer Naturbrut hat man den Vorteil, dass die Glucke sich fortan um den Nachwuchs kümmert. Sie wärmt, schützt und zeigt geeignetes Futter. Einer glücklichen Hühnerfamilie beim Aufwachsen zuzusehen, ist eine interessante Erfahrung für alle Familienmitglieder – und für die Küken ist es mit mütterlicher Fürsorge die schönste Art, ins Leben zu treten. Was sich jeder schon denken kann, ist sogar wissenschaftlich bewiesen: Küken, die in Naturbrut mit einer Glucke großgezogen werden, sind weniger ängstlich als künstlich aufgezogene Küken.

Küken mit 5 Wochen

Naturbrut ist bei bestimmten Rassen, bei denen es öfter zur Brütigkeit kommt, gut möglich. Dazu zählen beispielsweise Seidenhühner, Wyandotten und Altsteirer. Aber auch bei Rassen, die eigentlich nicht brüten, kommt es immer mal wieder vor, dass eine Henne gluckig wird. So war es auch bei uns: Fiffi und Caramel, beides Dresdner-Hennen, sind versessen danach, Küken zu bekommen, obwohl Dresdner eigentlich nicht gerade zu den „Brüterinnen“ gehören.

Das ist zu beachten:

Man braucht nicht unbedingt einen eigenen Hahn, um eine Henne Küken ausbrüten zu lassen, denn man kann ihr problemlos gekaufte Bruteier unterschieben. Diese sollten sauber, unbeschädigt und normal geformt sein. Die Eier dürfen ruhig 2-3 Wochen alt sein; Hauptsache, sie wurden in einem kühleren Raum gelagert und regelmäßig gewendet. Wichtig ist, dass die Glucke vorweg gesund und fit ist, denn das Brüten zehrt an den Kräften. Sorgen Sie dafür, dass die Glucke frei von Parasiten, insbesondere Ektoparasiten, bleibt, denn die kleinen Biester breiten sich sonst rasant aus – nicht, dass die Glucke vor lauter Juckreiz das Nest kurz vor dem Schlupf verlässt oder die Küken ansteckt! Ein Brutplatz, der sich auch zwischendurch leicht reinigen lässt, trägt zur Hygiene bei. Geeignet sind Plastik-Hundeboxen, der Eglu Go oder Eglu Classic mit Auslauf.

Küken mit 6,5 Wochen

Weiterer Vorteil: Die Glucke kann sich ihrem Bedürfnis entsprechend in Ruhe von der Herde separieren. Manche Glucken sitzen derart fest auf ihren Eiern, dass sie nicht selbstständig das Nest verlassen, um Wasser und Nahrung aufzunehmen und sich zu entleeren. In dem Fall ist es Aufgabe des Hühnerhalters, das Huhn einmal am Tag vom Nest zu nehmen. Ein Sandbad darf nicht fehlen. Als Futter für die Glucke eignet sich eine energiereiche Körnermischung (z. B. mit Sonnenblumenkernen) inklusive Grit-/Steinchenangebot; besser keine Frischkost, da sie den Kot verflüssigt. Kann die Henne den Kot dadurch nicht mehr halten, verschmutzt sie Nest und Gelege – eine Reinigung ist in dem Fall dringend vonnöten.

Nach etwa einer Woche Brutdauer kann man die Eier vorsichtig schieren, d. h. mit einer Lampe durchleuchten, um zu gucken, ob sich im Ei ein Küken entwickelt. Dazu lässt sich eine kommerziell erwerbliche Schierlampe benutzen oder man nimmt ein Stück Klopapierrolle und eine Taschenlampe. Praktische Anweisungen zum Schieren finden sich wie immer bei youtube, auch englischsprachig. Sieht ein Ei genauso aus wie ein unbefruchtetes Ei, sortiert man es aus, damit es nicht fault und damit die Henne die restlichen Eier besser wärmen kann. Nach ein paar weiteren Tagen kann man noch einmal nachschauen, ob inzwischen kein Küken abgestorben ist. Schön ist es, Bewegungen im Ei zu sehen – ein eindeutiger Hinweis auf Leben!

Ausgewachsene Küken

Nach etwa 21 Tagen schlüpfen die Küken. Man kann leere Eierschalen aus dem Nest entfernen, damit sie sich nicht über andere Eier stülpen und den Schlupf gefährden. „Geburtshilfe“ sollte vermieden werden!

Große Gefahren für kleine Küken:

Sämtliche Schlupflöcher im Stall oder Auslauf, durch die die Kleinen verschwinden könnten, müssen verschlossen werden. Gibt es Löcher, Verstecke oder Klappen, in denen sich die Küken einklemmen könnten? Eimer, in die sie hineinfallen könnten? Wählen Sie die Trinkgefäße so aus, dass die Küken darin nicht ertrinken können. Beugen Sie Räubern wie Katze oder Hund nun besonders vor, denn Küken sind für alle Raubtiere ein leichtes Spiel.

Tipp: Zum „Handzahm-Machen“ von Küken eignen sich unter Anderem gesunde Leckereien wie klein geschnibbelter Löwenzahn, geriebene Möhren und eingeweichte Haferflöckchen.

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