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Wie Sie Ihr Huhn einem Gesundheitscheck unterziehen

Als Hühnerhalter sind Sie dafür verantwortlich, dass Ihre Vögel so glücklich und gesund wie möglich sind. Sie sorgen für ein hygienisches Zuhause, reichlich Platz, gutes Futter und lustiges Spielzeug, und Sie tun alles, was Sie können, um sie vor Krankheiten und Parasiten zu schützen. Leider bedeutet das aber nicht, dass Ihrer Herde nie etwas Übles widerfahren wird.

Unfälle kommen vor, und genau wie Menschen werden auch Hühner manchmal krank. Als Flucht- oder Beutetiere sind sie äußerst geschickt darin, Schmerzen und Schwächen gut zu verbergen, so dass sie, wenn sie ganz offensichtlich Unbehagen zeigen, wahrscheinlich bereits ziemlich krank sind.

Wenn Sie erst einmal einige Zeit mit Ihren Hühnern verbracht und sie kennen gelernt haben, werden Sie bald erkennen können, was normales Verhalten ist und was hingegen ein Anzeichen dafür, dass sie sich nicht gut fühlen. Um jedoch Probleme frühzeitig zu entdecken, empfiehlt es sich, regelmäßig gründliche Gesundheitschecks durchzuführen. Wir würden vorschlagen, zur Kontrolle mindestens einmal pro Woche unsere Liste von Schnabel bis Schwanz durchzugehen:

Augen

Die Augen Ihrer Hühner sollten klar, hell und vollständig geöffnet sein. Sie dürfen weder trocken aussehen, noch Absonderungen aufweisen, wässrig sein oder tränen.

Nase

Die Nasenlöcher sollten sauber sein, ohne verkrustete trockene Stellen oder Ausfluß.

Schnabel

Der Schnabel Ihres Huhns sollte glatt sein, ohne Risse oder andere Verletzungen. Der obere und untere Teil des Schnabels sollten übereinstimmen, wobei der obere Schnabel-Teil etwas länger sein sollte. Gesunde Hühner halten ihre Schnäbel die meiste Zeit geschlossen.

Kamm

Ein ausgewachsenes Huhn, das nicht brütig ist oder sich mausert, sollte einen festen, leuchtend roten Kamm haben. Er sollte dem Rassestandard entsprechend ausgerichtet sein, d.h. wenn der Kamm der Rasse normalerweise aufrecht steht, sollte er nicht hängen oder verschrumpelt aussehen.

Es ist besonders wichtig, Kämme und Kehllappen im Winter zu überprüfen, da sie für Erfrierungen anfällig sind. Größere Kämme können durch eine tägliche Vaseline-Schicht geschützt werden.

Kropf

Wenn Sie Ihre Hühner morgens zum ersten Mal rauslassen, sollte der Kropf leer sein, da sie die ganze Nacht damit verbracht haben sollten, ihr Futter zu verdauen. Nach dem Fressen fühlt sich der Kropf fest, aber nicht steinhart an. Wenn er nie leer zu sein scheint oder der Atem der Henne wirklich übel riecht, dann könnte es sich um eine Infektion handeln, einen verstopften oder aber einen ‘sauren’ Kropf.

Federn

Wenn es nicht gerade mausert, sollte das Gefieder Ihres Huhns glänzend und dicht sein. Kahle Stellen oder zerzauste Federn könnten ein Zeichen von Stress, Parasiten oder Verhaltensproblemen innerhalb der Gruppe sein. Es ist wichtig, dass Sie wissen, wie die Mauser aussieht, da sie mindestens einmal im Jahr stattfindet und nicht mit anderen Gefieder-Problemen verwechselt werden sollte.

Beine und Füße

Prüfen Sie die Schuppen an den Beinen und vergewissern Sie sich, dass sie glatt sind und flach am Knochen anliegen. Erhabene oder trocken aussehende Schuppen können ein Hinweis auf Fußräude (Kalkbeinkrankheit) sein, die durch Milben hervorgerufen wird. Kontrollieren Sie auch die Unterseite der Füße und entfernen Sie jeglichen Schmutz, um Schnitte oder schwarze Flecken zu entdecken, die dem Huhn Unbehagen bereiten und zu einer potenziell lebensbedrohenden Infektion (Pododermatitis oder Bumblefoot) führen könnten.

Kloake

Eine Henne im Legealter hat eine rosafarbene, weite und feuchte Kloake, während diese bei älteren Hennen trockener und bleicher ist. Sie sollte niemals hervorstehen oder verletzt aussehen, da andere Hühner anfangen könnten, an ihr zu picken, wenn sie Blut sehen.

Milben und Läuse lieben den Bereich um die Kloake, daher ist es besonders wichtig, auf kleine schwarze Flecken oder Hautreizungen zu achten.

Kot

Mit einer herausziehbaren Kotschublade unter den Hühner- oder Sitzstangen, wie die der Eglu Hühnerställe, können Sie den Kot Ihrer Hühner beim Säubern des Stalls untersuchen. Der Kot sollte fest und dunkelbraun sein, mit einigen weißen, flüssigeren Teilen durch den ganzen Kot verteilt. Je nachdem, was die Hühner gefressen haben, wird der Kot etwas variieren, aber wenn er sehr locker ist oder Blut enthält, deutet dies darauf hin, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Wenn Sie diese Liste beachten und regelmäßig mit jedem Ihrer Hühner durchgehen, können Sie potenzielle Probleme frühzeitig erkennen. Einige lassen sich vielleicht zu Hause behandeln, wie bestimmte Parasiten oder kleinere Schnitte, aber wenn Sie unsicher sind, ist es immer empfehlenswert, Ihren Tierarzt aufzusuchen. Mehr über gängige Gesundheitsprobleme bei Hühnern finden Sie in unserem Leitfaden.

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