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Ist meinen Hühnern zu kalt?

Falls in Ihrer Gegend Stallpflicht gilt oder angekündigt wurde, sollten Ihre Hühner in einem abgedeckten Auslauf gehalten werden. Für zusätzliche Informationen lesen Sie bitte weiter in unserem Blog: https://blog.omlet.de/2020/12/04/

Hühner sind robuste Vögel, die sich fantastisch an jegliches Klima anpassen können, egal ob es Hochsommer oder tiefster Winter ist. Sofern der Winter in Ihrer Gegend nicht sehr streng ist, können sich Ihre Hühner im Stall warm halten, und das kalte Wetter wird sie nicht davon abhalten, ihren üblichen Tätigkeiten wie Scharren und Picken im Auslauf oder Garten nachzugehen.

Wie halten sich Hühner im Winter warm?

Das Geheimnis ist ihre natürliche Isolierung. Die Federn Ihrer Hennen helfen ihnen, ihre Körperwärme zu bewahren und somit die Luft, die unter ihren flaumigen Unterfedern eingeschlossen ist, zu erwärmen. Im Ruhezustand liegt die Körpertemperatur eines Huhns bei 40-43°C, und die Herzfrequenz beträgt etwa 400 Schläge pro Minute – ein Beweis für einen hohen Stoffwechsel, der die Vögel sehr gut für den Winter ausrüstet.

Wenn Sie Hühner dabei beobachten, wie sie am gefrorenen Boden scharren oder durch den Schnee stolzieren, fragen Sie sich vielleicht, wie sie es schaffen, ihre Beine und Füße warm zu halten; schließlich ist dies ein Teil ihres Körpers, der keine Federn hat, (es sei denn, Sie haben zufällig eine Rasse mit gefiederten Beinen, wie das Cochin, Brahma oder Silkie). Die Antwort darauf lautet: Beinschuppen, – welche die Körperwärme bis zu einem gewissen Grad speichern. Ein Huhn ist normalerweise auch immer in Bewegung und bleibt daher nicht allzu lange mit alle Zehen auf dem Boden.

Wie erkennt man, dass Hühnern kalt ist?

Sie können vom Aussehen einer Henne ganz einfach erkennen, ob ihr kalt ist. Sie wird Ihr Gefieder aufplustern und vom Boden abgehoben, oft auf einem Bein, ‘hocken’.
Ihre Kehllappen und ihr Kamm können blasser aussehen als sonst. Dies sind keine Anzeichen dafür, dass das Huhn leidet, und solange es sich nur kurz ausruht und nicht den ganzen Tag zusammengekauert bleibt, müssen Sie sich keine Sorgen machen.

Hühner dürfen jedoch nicht durchnässt bleiben. Dies ist gefährlicher als die Außentemperatur oder der fallende Schnee und führt im Extremfall zur Unterkühlung. Ein betroffenes Huhn fühlt sich steif und kalt an, die Augen sind geweitet und blinzeln nicht, oder sie sind geschlossen. Wenn Sie eines Ihrer Hühner in diesem Zustand vorfinden, bringen Sie es ins Haus und wickeln Sie es in ein warmes Handtuch. Wenn sich das Huhn erholt hat, setzen Sie es für ein paar Stunden in eine mit Einstreu ausgekleidete Kiste an einem warmen Ort.

Halten Hühner sich im Sitzen warm?

Wie viele andere Vögel, stehen auch Hühner im Winter oft auf einem Bein, während sie das andere an ihren warmen Bauch schmiegen. Dies reduziert den Wärmeverlust und verhindert, dass Füße und Zehen auf frostigem Boden frieren. Wie alle Vögel sind Hühner Warmblüter, und ihre eigene Körperwärme kann Wunder wirken.

Sitzen ist die effektivste Art für ein Huhn, seine Körperwärme beizubehalten. Eine Henne kauert sich beim Schlafen mit aufgeplusterten Federn zusammen, und legt die Beine an ihren warmen Körper. – Installieren Sie daher, wenn es der Platz erlaubt, eine abgeflachte Sitzstange (oder ein Brett) in Ihrem Hühnerstall oder Auslauf. So können sich die Hennen niederlassen, ohne die Stange mit ihre Zehen umschließen zu müssen, was bei wirklich kaltem Wetter gefrorene Zehen verhindert. Ein umgedrehter Topf, ein Baumstamm, eine Palette oder ein anderer leicht erhöhter Platz kann Ihren Hühnern eine ebene Fläche bieten, auf der sie sich niederlassen können, um Eis und Schnee zu entgehen.

Wie kalt ist zu kalt für Hühner?

Hühner regulieren ihre Temperatur und ihr Verhalten den Umständen entsprechend. Wo immer Menschen leben können, können auch Hühner gedeihen. Es ist die Kombination aus Kälte und Nässe, die sich als fatal erweisen kann. Daher ist es wichtig, für einen trockenen Stall zu sorgen, und ein nasser Vogel muss mit einem Handtuch gut abgetrocknet werden. Wenn Sie Vaseline auf die Kämme Ihrer Hühner auftragen, verhindert dies außerdem Frostbeulen.

Können Hühner erfrieren?

Kälte tötet Hühner normalerweise nicht, solange sie einen warmen Stall haben, in den sie sich zurückziehen können, wenn die Wetterbedingungen extrem sind. (Hühner, die frieren, sind jedoch anfälliger für Krankheiten und Parasiten als gewöhnlich, und ihre Eierproduktion sinkt.) Die Hühner werden sich einfach auf Sitzstangen und in Nistkästen zusammenkauern und ihr Gefieder aufplustern.

Welcher ist der beste Hühnerstall für kaltes Wetter?

Die Art des Hühnerstalls ist ein entscheidender Faktor. In wirklich kalten Wintern kann ein Holzstall mit einer zugigen Stalltür schnell feucht und teilweise vereist werden – ganz abgesehen davon, dass es sehr zugig ist -, während ein robusterer, modernerer Stall wie der Eglu die Kälte und Feuchtigkeit abhält und es den Hühnern ermöglicht, nach einem geschäftigen Tag im Auslauf, wieder ‘aufzutauen’ Die Temperatur in einem Eglu bleibt relativ hoch, wenn sich alle Hühner nachts im Stall zusammen kuscheln.

Sie können Ihren Hinterhof-Hühnern helfen, sich bei Frost und Schnee warm zu halten, indem Sie dafür sorgen, dass der Stall sauber und trocken ist. Räumen Sie Schnee, der an den Füßen der Vögel hineingetragen wurde, weg und legen Sie eine Schicht Stroh als Isolierung auf den Boden. Sie können den Vögeln zusätzlichen Schutz bieten, indem Sie ihren Auslauf isolieren – obwohl es immer noch eine gewisse Belüftung geben muss, damit Gase, die vom Kot der Vögel freigesetzt werden, entweichen können.

Eine Automatische Hühnerstalltür trägt ebenfalls dazu bei, den Wohnbereich gemütlich zu halten. Wenn Sie ein Heizgerät installieren, muss es ein speziell für Hühnerställe entwickeltes sein, und es ist am besten, es nur zu benutzen, wenn die Temperatur unter -5°C fällt, da sich die Hühner sonst daran gewöhnen könnten, es immer gemütlich warm zu haben. Dies könnte katastrophale Folgen haben, sollte das Heizgerät einmal ausfallen und die Vögel plötzlich der Kälte ausgesetzt sein. Geflügel, das sich an die Wärme gewöhnt hat, kann an einem Kälteschock sterben.

Was passiert, wenn einem Küken zu kalt wird?

Küken und junge Hühner sind kälteempfindlicher als erwachsene Hühner. Wenn ein junges Huhn sein volles Federkleid hat, ist es jedoch genauso widerstandsfähig wie die älteren Vögel. Küken brauchen aber noch Schutz vor der Kälte und sollten unter einer geeigneten Wärmelampe gehalten werden. Ein Küken, das bei kaltem Wetter sich selbst überlassen wird, wird sterben.

Tipps für kaltes Wetter

Die folgenden Vorsichtsmaßnahmen werden dazu beitragen, dass Ihre Hühner im Winter glücklich sind:

  • Schützen Sie Kämme und Kehllappen mit Vaseline oder einem ähnlichen Produkt vor Erfrierungen.
  • Vermeiden Sie, dass das Wasser gefriert. Kontrollieren Sie es mindestens zweimal täglich und halten Sie es frei von Eis. Wenn Frost vorhergesagt ist, bringen Sie die Behälter nachts ins Haus oder kaufen Sie, wenn möglich, einen Heizgerät für Tränken, um das Einfrieren zu verhindern.
  • Hühner kehren normalerweise in der Abenddämmerung in den Stall zurück, aber im Winter kann es sein, dass Ihre Vögel versuchen, mehr Zeit zum Scharren zu finden. Wenn Ihre Hühner dazu neigen, im Dunkeln umherzuwandern, hilft Ihnen eine ‘hi-vis’ Hühner-Warnweste sie zu finden und sorgt dafür, dass sie für jeden sichtbar sind, wenn sie aus dem Garten entwischen. Die Jacken halten die Vögel außerdem kuschelig warm, was im Winter ein doppelter Vorteil ist.
  • Wärmelampen oder ölgefüllte Heizkörper können in Schuppen und Nebengebäuden für zusätzliche Wärme sorgen, werden aber in der Regel nur für schwache Vögel oder solche, die viele Federn verloren haben (wie z. B. ehemalige Batteriehühner) benötigt. Der Raum sollte nur etwas weniger kühl statt wirklich warm gehalten werden.
  • Wenn Sie keinen gemütlichen Eglu haben, kann ein Holzstall mit Luftpolsterfolie, Pappe, alten Teppichen oder Decken isoliert werden.
  • Zusätzliche Einstreu auf dem Boden des Stalls hält die Hühner ebenfalls warm.
  • Ein wetterfester Unterstand im Auslauf bietet den Hühnern willkommenen Schutz.
  • Ein wenig zusätzlicher Mais, der Ihren Hühnern als Leckerbissen vor dem Schlafengehen angeboten wird, wirkt wie eine innere Heizung, da die Hühner ihn über Nacht hinweg verdauen. Im Allgemeinen fressen Hühner in den kalten Monaten mehr Futter, da sie mehr Energie aufwenden müssen, um sich warm zu halten.
  • Einige Besitzer ergänzen das Futter ihrer Hühner gerne mit zusätzlichem Eiweiß oder ein wenig Rindertalg, um ihre Hennen für den Winter etwas aufzufetten. Fett speichert Wärme, und der ganze Vogel profitiert davon – nicht nur die Beine.

Die Antwort auf die Frage “Leiden meine Hühner unter der Kälte?” lautet also in der Regel “Nein”. Stellen Sie sicher, dass die Umgebung der Hühner – insbesondere der Stall und Auslauf – für jedes Wetter bereit ist, – und Ihre Hühner werden es auch sein.

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