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Warum Hühner das beste Mittel gegen Abfall sind!

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Hühner und umweltfreundliches Leben gehen Hand in Hand. Hühner sind ein großartiger Teil des Ökosystems eines gesunden Gartens, und sie “recyceln” auch eine Menge der Lebensmittel, die man sonst wegwerfen würde.

Abfälle in Eier ‘umzuwandeln’’, ist ein aussagekräftiges Zeichen eines ökologischen Lebensstils, und die Haltung eigener Hühner ist an sich schon ein bedeutender Schritt in diese Richtung. Keine Legebatterien, überfüllte Ställe oder andere ethische Probleme mehr!

 

Leckereien wie Brot, Fertig-Müsli und Nudeln sollten nur in Maßen gefüttert werden, da sie wenige positive Nährstoffe haben und einen hohen Energiegehalt, der leicht dazu führen könnte, dass Ihre Hühner zunehmen. Milchprodukte und zu viel Salat (vor allem Eisberg-Sorten) können wiederum Durchfall verursachen, daher sollten auch diese vermieden werden.

Hühner lieben auch viele Ihrer Gartenpflanzen, darunter Brennnesseln und Löwenzahn. Es gibt jedoch einige Pflanzen, die für sie giftig sind, und darin liegt auch die Gefahr, wenn Sie wildwachsende Lebensmittel an Ihre Tiere verfüttern. Information dazu finden Sie auf der Seite Pflanzen und Lebensmittel, die für Hühner giftig sind im Omlet Hühner-Ratgeber online.

Nahrungsmittel, die niemals an Hühner verfüttert werden sollten

Kartoffeln, Tomaten und Auberginen gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und sind für Hühner giftig. Das gilt für alle rohen Formen dieser Lebensmittel. Der toxische Inhaltsstoff, Solanin, wird jedoch beim Kochen der Pflanzen zersetzt, so dass gekochte Kartoffeln oder Tomaten keine Probleme verursachen.

Die anderen alltäglichen Lebensmittel, die Sie niemals an Hühner verfüttern sollten, sind Apfelkerne, Avocados, Schokolade und andere Süßwaren, salzige Lebensmittel wie Speck, Käse und Chips, getrocknete rohe Bohnen und Hülsenfrüchte sowie roher Knoblauch, Zwiebeln und Lauch.

Zitrusfrüchte sind für Hühner auch unverträglich, und obwohl sie für Ihre Hennen nicht tödlich sind, verursachen sie bei übermäßiger Fütterung Durchfall und eine Reduktion in der Eierproduktion.

 

Foto von Tetiana Bykovets auf Unsplash

Es muss weiters betont werden, dass alle den Hühnern angebotenen Küchenabfälle frisch sein sollten. Verschimmelte Lebensmittel gehören weggeworfen und nicht an Hühner, andere Haustiere oder Wildvögel verfüttert.

Überreifes und welkes Gemüse oder altes Brot sind in Ordnung, solange kein Schimmel vorhanden ist.

Sie sollten Wildpflanzen nur an Hühner verfüttern, wenn Sie wissen, dass sie sicher sind. Zuerst müssen Sie die Pflanze identifizieren. Wenn Sie irgendwelche Zweifel haben, geben Sie sie Ihren Hühnern lieber nicht.                                                                                                                                Foto von Ayda Oz auf Unsplash

…Und vergessen Sie nicht den Hühnermist!

Die an Hühner verfütterten Lebensmittelabfälle werden natürlich nicht vollständig in Eier recycelt. Ein Teil davon wird als Hühnerkot wieder ausgeschieden, und dieser ist – sobald er verrottet ist – ein ausgezeichneter Dünger. Hühnerkot sollte niemals frisch auf Gemüse- oder Blumenbeete aufgetragen werden, sondern zusammen mit verschmutzter Einstreu aus dem Stall erst auf den Komposthaufen gegeben werden, wo er 9-12 Monate ‘reifen’ muss.

In intensiven Hühnerbetrieben ist der Kot ein großes Problem, da der abfließende Hühnerkot die Flüsse verschmutzen kann. Im kleinen Maßstab der Hühnerhaltung im Garten oder Hinterhof, ist kompostierter Hühnerkot jedoch ein großer Pluspunkt für den Garten.

Wie Hühner Ihnen helfen, keine Lebensmittel mehr zu verschwenden

Wenn man Küchenabfälle an Hühner verfüttert, wird einem plötzlich bewusst, was man alles so verschwendet, denn die Abfälle sind Lebensmittel, die routinemäßig weggeworfen wurden, bevor Sie in einen Hühnerstall und ein paar Hühner investierten.

Dieses Bewusstsein kann bewirken, dass Sie Ihre Einkaufs- und Kochgewohnheiten überdenken. Als Ergebnis werden Sie vielleicht aufhören, mehr zu kochen, als Sie benötigen, und Großeinkäufe zu tätigen, welche die Gefahr mit sich bringen, dass Sie Gemüse im Kühlschrank aufbewahren, bis es verfault. Sind die Finanzen knapp, können diese Maßnahmen einen großen Unterschied für das Familienbudget bedeuten.

Zu Beginn genießen Sie es vielleicht, den Hühnern all die Reste zu bringen, aber sobald Sie anfangen, die Kosten dafür zu hinterfragen, wird es Ihnen zu denken geben. Wie viel geben Sie in der Tat für ‘Küchenabfälle für Ihre Hühner’ aus? Schließlich können Hühner alles, was sie brauchen, aus einer Ernährung von Legepellets, Getreide, Grit und vielen Löwenzahnblättern bekommen. Eigentlich brauchen sie diese Abfälle gar nicht.

Wenn Sie hier eine Balance gefunden haben, die zu Ihrem Lebensstil passt, kann das zu anderen positiven Veränderungen führen. Wenn Ihre Hühner Ihnen beibringen, können, Lebensmittelabfälle zu reduzieren, wirft das die Frage auf – welche anderen Abfälle Sie noch reduzieren könnten ? Die Liste ist hier endlos, aber sie beginnt mit Einwegplastik und anderen umweltschädlichen Produkten und Verpackungen. Wir haben uns weit Foto von Anna Shvets auf Pexels    von der Wegwerfkultur früherer Jahrzehnte entfernt, aber es liegt noch ein langer Weg vor uns.

Wie Gemeinden Hühner für Anti-Müll Kampagnen nutzen

Einige Gemeinden haben diesen Gedanken zu Ende gedacht, indem sie zum einen den persönlichen Abfall reduzieren und zum anderen dafür sorgen, dass nichts verschwendet wird. Hühner sind hier die Nutznießer. Alle geeigneten Lebensmittelabfälle – aus Haushalten, Restaurants oder Geschäften – werden gesammelt und an die gemeinschaftliche Herde verfüttert. Die Hühner wandeln die Abfälle in Eier um, die von allen an der Gemeinschaftsaktion Beteiligten genossen werden. Es entstehen nur sehr geringe zusätzliche Kosten, so dass die Menschen ihre Eier praktisch umsonst bekommen.

Ein Beispiel im großen Stil: In Austin, Texas, hat eine Gemeinde vor einigen Jahren ein abfallfreies Lebensmittelprojekt ins Leben gerufen, bei dem die Menschen in der Gegend dafür bezahlt wurden, Hühner zu halten. Die Hühner wurden ausschließlich mit Futterabfällen gefüttert, die so vielfältig und hochwertig waren, dass sie den Nährstoffbedarf der Vögel komplett deckten. Ziel war es, die Menge an Lebensmitteln zu reduzieren, die auf Mülldeponien landeten. Durch die Fütterung der Hühner in Hinterhöfen konnten die Methanemissionen auf den Deponien erheblich reduziert werden.

Einige Schulen in Großbritannien, den USA und anderswo haben sich ebenfalls dieser Anti-Müll Herausforderung gestellt und leiten die Lebensmittelabfälle der Gemeinde an ihre Hühner weiter.

Der Gedanke, dass Haushaltsabfälle in frische Eier umgewandelt werden, ist sehr erfreulich. Es ist eine aufregende Idee, dieses Konzept auf die Gemeindeebene zu übertragen, und es kann gehofft werden, dass solche Projekte bald alltäglich werden.

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