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Der Omlet Deutschland Blog

Pride of Omlet: Ein perfekter Gefährte

Dieser Artikel ist Teil unserer Pride of OmletSerie, einer Sammlung erstaunlicher Geschichten, die außergewöhnliche Haustiere ins Rampenlicht rücken und von deren Tapferkeit, Sanftmut und Intelligenz erzählen.

– Von Anneliese Paul

Rein von außen betrachtet schien Kipper nicht der Hund zu sein, den Angela sich ausgesucht hätte, doch nach jahrelangen Verhaltensproblemen wurde er zum bravsten Blutspender und rettete das Leben von über vierzig Hunden. Kipper erwies sich als Angelas perfekter Gefährte.

Als vor ein paar Jahren in Angelas Haus eingebrochen wurde, war das erste, was die Polizei sagte: “Legen Sie sich einen Hund zu.” Wenn ein Hund bellt, ist es weniger wahrscheinlich, dass jemand uneingeladen in Ihr Haus eindringt. Aber da Angela als Lehrerin arbeitet, konnte sie sich nicht vorstellen, sich um einen Hund kümmern zu können, schon gar nicht um eine aktive Rasse wie einen Collie.

Da sie sich aber gerne an den Collie erinnerte, mit dem sie aufgewachsen war, sprach sie lange mit dem Border Collie Trust (einer Organisation, die auf Border Collies spezialisiert ist), und die Organisation half ihr, Kipper zu finden. Er war ein achtzehn Monate alter irischer Streuner, derschon mehrere Male umgesiedelt war und eine Menge Energie hatte. Der Beschreibung nach schien er für Angela völlig ungeeignet.

Der Border Collie Trust hielt ihn jedoch für den perfekten Gefährten für Angela und überredete sie, ihm eine Chance zu geben. Also ging sie zum Tierheim, um ihn kennenzulernen. Angela konnte sehen, dass er fantastisch mit Menschen umgehen konnte, was ihr wirklich wichtig war. Also nahm sie ihn mit auf einen Spaziergang und schloss ihn gleich ins Herz. Ein paar Wochen später brachte sie ihn nach Hause und begann ihr neues Abenteuer.

Angela hatte einen schönen Zwinger und einen Auslauf im Garten vorbereitet, in dem Kipper den halben Tag verbringen sollte. Der Plan war, dass er mittags von einem professionellen Hundeausführer zum Spaziergang abgeholt werden sollte, der ihn dann am Nachmittag im Haus ließ, bis sie von der Schule nach Hause kam.

Kipper entpuppte sich als ziemlich anstrengend, er war ungestüm und unruhig. Er verwüstete das Haus und war das, was Angela als “zu viel” beschreibt. Abends zum Beispiel, nach einem langen Arbeitstag, wenn sich Angela für einen Spaziergang die Schuhe zubinden wollte, würde er an ihren Haaren herumbeißen, – nicht auf aggressive Weise, nur einfach unglaublich überdreht. Sie brauchten oft zwanzig Minuten, nur um zum Eingangstor zu gelangen. Es war mühsam.

Aber Angela hatte Erfahrung mit Border Collies, sie wusste, dass er äußerst intelligent war und einfach immer etwas zu tun brauchte. Ihr pädagogischer Instinkt setzte ein, und mit Unterstützung des Border Collie Trust begann sie mit einem Verhaltenstraining, das für sie und Kipper lebensverändernd sein sollte.

Zunächst bestand es einfach darin, anzuhalten und zu warten, bis er sich beruhigt hatte, wann immer er etwas tat, das “zu viel” war. Dann musste Angela das Kauen im Haus in Angriff nehmen. Sie begann damit, dass sie ihn für fünf Minuten allein ließ, zum Eingangstor ging, sich dann auf die andere Straßenseite stellte, danach zurückkam und ihn für sein gutes Verhalten lobte. Angela erkannte Kippers Motivationsfaktoren (Spielzeug und Futter), so dass sie ihn effektiv trainieren konnte.

”Er ist so schlau”, sagt Angela ,”dass er sich überlegt: Was wird von mir verlangt? Was ist die Belohnung? Ist sie es wert es zu tun? Und wenn es sich nicht lohnt, tut er es einfach nicht.”

Mit der Zeit machte Kipper Fortschritte, und langsam verbesserte sich auch sein Verhalten. Angela arbeitete intensiv mit ihm, und in dem Maße, in dem sich sein Gehorsam verbesserte, wurde ihre Bindung enger und das Vertrauen zwischen ihnen wuchs.

Kipper lebt fast schon so gut wie auf dem Land und jagt gelegentlich das Vieh, deshalb muss er auf langen Spaziergängen einen Maulkorb tragen. Aber erstaunlicherweise kann Angela ihn ohne Maulkorb mit den Hühnern in ihrem Garten alleine lassen. Sein Verhalten zu Hause hat sich so dramatisch verändert, dass Angela zuversichtlich ist, dass Kipper alles tun wird, was sie von ihm verlangt. Angela konnte sogar beobachten, wie ein großes, freches Huhn versuchte, Kippers Knochen zu stehlen!“Das Huhn kam immer näher und näher und versuchte, an seinem Knochen zu picken. Und das einzige, was Kipper tat, war, den Knochen aufzuheben und mit ihm wegzugehen.”

Mit gutem Gehorsam zu Hause begannen sie, gemeinsam Spaß zu haben. Kipper erreichte Gold im Programm ‘Hund als guter Bürger’ und schaffte es 2017 bis ins Finale der Anfänger im Kennel Club Starters Cup, einem Wettbewerb im Bereich der Gewandtheit und Geschicklichkeit. Die Aktivitäten und die mentale Beschäftigung waren fantastisch für ihn, und sie beide schlossen neue Freundschaften, reisten an neue Orte und teilten unvergessliche Erfahrungen.
Aber als Kippers Afterkrallen entfernt werden mussten, konnte er nicht mehr trainieren, und der Mangel an Bewegung führte zu Frustration. Angela, immer auf der Suche nach Möglichkeiten, Kippers Potenzial zu fördern, entdeckte ‘Cani-Sports’, eine ganze Reihe von Sportarten, die die Bindung zwischen Hunden und ihren Besitzern fördern und besonders für Hunde mit Verhaltensproblemen hilfreich sind.

Durch die Teilnahme an Cross-Country-Läufen und Triathlons wurden Angela und Kipper gemeinsam fit und schlossen enge Freundschaften mit einer Gemeinschaft gleichgesinnter Hundeliebhaber.

Eine ihrer Freundinnen machte sie dann mit der Tierblutbank bekannt. Angela wollte an die Hundegemeinschaft gerne etwas zurückgeben, aber Kipper war unter dem Mindestgewicht von 25 kg. So wie er jedoch heranreifte, veränderte sich seine Muskelentwicklung. Sobald er genug Gewicht zugelegt hatte, registrierte Angela ihn als Spender und nahm ihn stolz zu seiner ersten Sitzung mit.

Aber Kipper war völlig verängstigt. Er musste sich ein kleines Stückchen Fell abrasieren lassen und konnte das Geräusch der Schermaschine nicht ertragen. Wieder einmal wandte sich Angela dem Training zu. Die Blutbank riet, eine elektrische Zahnbürste zu verwenden, um ihn mit dem vibrierende Geräusch vertraut zu machen. Mit der Zeit und mit der Hilfe seines bevorzugten Weichkäses als Belohnung für gutes Verhalten – gewöhnte Angela ihn behutsam an das Geräusch, bis sie sicher war, dass er wusste, dass es ihm nicht schaden würde.

 

Schließlich war Kipper bereit, Blut zu spenden, und und benahm sich dabei mustergültig. Er ist jetzt bei seiner zehnten Spende, und mit einer seltenen negativen Blutgruppe ist sein Blut für jeden Hund geeignet. Mit jeder Spende, die bis zu vier anderen Hunden das Überleben ermöglicht, hat Kipper inzwischen geholfen, vierzig Hundeleben zu retten.

 

Kipper und Angela haben so viel zusammen erlebt. Sie treiben sich gegenseitig an um das Beste zu geben, sie sind ein erfolgreiches Team. Sie motivieren sich gegenseitig, tun Gutes und schließen Freundschaften. Wie Angela sagt,

 

“”Nicht jeder Hund würde zu mir passen, und nicht jeder Besitzer würde zu Klinker passen, aber der Border Collie Trust wusste Bescheid. Wir waren einfach füreinander bestimmt.”

 

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