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Die sieben erstaunlichen Sinne der Katze

Wir alle wissen, dass unsere Katzen ganz ausgezeichnet hören können und ihr Sehvermögen sogar nachts hervorragend ist. Aber Katzen verfügen natürlich noch über viele andere Sinne, wie Geschmack-, Tast- und Geruchssinn, sowie eine innere Uhr und einen wirklich außergewöhnlichen Gleichgewichtssinn.

1. Das Sehvermögen der Katze

Um zu verstehen, warum Katzen über so ein fantastisches Sehvermögen verfügen, müssen Sie nur ihre größeren (und gefährlicheren) Verwandten betrachten. Viele Großkatzen jagen nachts, und auch die durchschnittliche Hauskatze ist fähig, Beute zu jeder Tages- oder Nachtzeit zu verfolgen. Es wird sogar vermutet, dass Katzen im Unterschied zu uns in Wellenlängen des Lichts sehen können, was ihre Fähigkeit, selbst die kleinsten Bewegungen zu bemerken, noch weiter erhöht. Dies ermöglicht es unseren Miezen, ihrer Beute immer ‘einen Sprung voraus’ zu sein.

Katzen haben auch ein etwas größeres Sichtfeld als Menschen, was bedeutet, dass sie von einem Standort aus mehr von ihrem Revier im Auge behalten können. Das Sehvermögen von Katzen ist insgesamt jedoch nicht wirklich besser als das unsere, und ihr peripheres Blickfeld ist weniger scharf als das eines Menschen. Diese katzenartige Form des “Tunnelblicks” ermöglicht es ihnen, ein sich schnell bewegendes Ziel besser zu verfolgen.

2. Der Geschmackssinn der Katze

Der Geschmackssinn ist einer der schwächeren Sinne der Katze, da sie im Vergleich zu anderen Säugetieren relativ wenige Geschmacksknospen hat. Außerdem fehlen Katzen ganze Geschmacksrichtungen, z.B. fehlen ihnen zum Schmecken von süßen Lebensmitteln die nötigen Proteine auf der Zunge. Es sind nicht nur unsere Hauskatzen, die nichts Süßes schmecken können – allen Katzenarten fehlt die Fähigkeit, diese Proteine zu produzieren, vermutlich, weil die Evolution Katzen hervorgebracht hat, die sich überwiegend von Fleisch ernähren und nach Beute jagen, anstatt nach süßen Früchten oder Beeren zu suchen.

Es gibt aber auch gute Nachrichten, wenn es ums Thema ‘Fressen’ geht: Es wurde festgestellt, dass Katzen Geschmacksrezeptoren haben, die Chemikalien und Bakterien im Fleisch wahrnehmen können, und sich so vor einer möglichen Lebensmittelvergiftung schützen können, z.B. von Fleisch, das gerade anfängt, an den Rändern etwas grün zu werden.

3. Der Gehörsinn der Katze

Wussten Sie, dass Katzen nicht nur ein besseres Gehör als Menschen, sondern auch als Hunde haben? Sie können eine sehr große Bandbreite an Schallfrequenzen wahrnehmen, und auch ihre Hörempfindlichkeit ist hoch, was es ihnen ermöglicht, aus einer noch viel größeren Entfernung zu hören. Katzenohren stecken voller cleverer und faszinierender Mechanismen, wie zum Beispiel der Fähigkeit, sich selbst zu reinigen. Darüber hinaus werden Ohrenentzündungen bei Katzen in den ersten Wochen ihres Lebens vermieden, da sie mit versiegelten Gehörgängen geboren werden. Ihr Gehör-System ist unausgereift und entwickelt sich erst über die nächsten Wochen.

Obwohl das Gehör von Katzen ein so wichtiger Teil ihres Lebens zu sein scheint, kann es manchmal schwierig sein, zu erkennen, ob eine Katze taub ist. Das liegt daran, dass ihre anderen Sinne so fein sind. Eine taube Mieze kann ein Leben führen, das dem einer Katze mit vollem Gehör sehr ähnlich ist, indem sie sich einfach stark auf ihre anderen Sinne verlässt.

Wenn Sie eine Katze als Haustier haben, werden Sie bestimmt schon ihre erstaunliche Fähigkeit bemerkt haben, die Ohren unabhängig voneinander drehen zu können – fast wie eine Radarschüssel, die für ein besseres Signal rotiert!

4. Der Gleichgewichtssinn der Katze

Man sagt, dass Katzen immer ‘auf den Füßen landen’, und obwohl das technisch gesehen nicht stimmt, kennen sie wirklich ein paar Tricks, wenn es darum geht, ‘anmutig zu fallen’. Katzen haben einen eingebauten Instinkt, den sogenannten Stellreflex – sie drehen ihren Körper in der Luft, indem sie ihre Orientierung mit dem Innenohr erfassen und eine schnelle, komplexe Reihe von Bewegungen ausführen, um auf ihren Füßen zu landen.

Das Gleichgewicht, die schnellen Reflexe und die einzigartige Physiologie der Katze ermöglichen es ihr, dieses berühmte und faszinierende Kunststück zu vollbringen. Es ist sogar bekannt, dass Katzen den Stellreflex nutzen, um Stürze aus mehr als neun Stockwerken zu überleben! Sie entwickeln diesen erstaunlichen Gleichgewichtssinn bereits im Alter von vier Wochen – und sobald sie ihn haben, suchen sie sich gerne hohe Plätze, um ihn zu testen.

5. Der Tastsinn der Katze

Katzen haben mehr Tastorgane als Menschen. Schnurrhaare sind vor allem dafür bekannt, dass sie Katzen ein königliches und elegantes Aussehen verleihen, aber in Wirklichkeit sind sie eine Geheimwaffe, die ihnen einen hoch entwickelten Tastsinn verleiht.

Katzen haben tatsächlich Schnurrhaare an vielen Teilen ihres Körpers, einschließlich ihrer Vorderbeine, ihres Kiefers und ihrer Ohren. Die Schnurrhaare von Katzen ermöglichen es ihnen, Objekte zu ertasten und deren Beschaffenheit zu verstehen, ohne die Gefahr, sie direkt mit der Haut zu berühren. Dies ist eine hochentwickelte Funktion, um Hindernissen zu jeder Tageszeit auszuweichen und sich gleichzeitig vor scharfen Gegenständen oder anderen Tieren zu schützen.

Katzen nutzen Berührungen auch, um ihren Platz in der sozialen Hierarchie zu finden. Sie reiben einander sanft die Nasen, wenn sie sich zum ersten Mal treffen, und man nimmt an, dass ihre Nasen aus diesem Grund einen verstärkten Tastsinn haben.

6. Der Geruchssinn der Katze

Im sozialen Leben einer Katze ist der Geruchssinn vielleicht der wichtigste Sinn. Der Geruchssinn ermöglicht es einer Katze, die Territorien anderer Katzen in der Umgebung zu identifizieren und zu erkennen, ob sie läufig sind. Katzen können ihren Geruchssinn sogar einsetzen, um den emotionalen Zustand anderer Tiere zu erkennen, und sie können sogar die Chemikalien, die der menschliche Schweiß produziert, “riechen”.

Katzen produzieren einen einzigartigen Duft, indem sie mindestens sieben verschiedene Duftdrüsen auf ihrem Körper verwenden. Sie markieren ihr Zuhause und ihre Besitzer wie besessen mit diesen Drüsen, indem sie sich an allem und jedem reiben. Es ist nicht bekannt, ob sie sich auf diese Weise einfach wohler fühlen, oder ob sie damit eine Art Besitzanspruch auf Menschen und Orte geltend machen wollen. Die meisten von uns sehen es einfach als ein liebes Zeichen ihrer Zuneigung an!

7. Die innere Uhr der Katze

Genau wie Menschen haben auch Katzen eine höchst intuitive innere Uhr, die garantiert, dass sie immer wissen, ob es Zeit zum Ausruhen, Spielen oder Jagen ist. Katzen sind dafür berüchtigt, dass sie ihre Besitzer jeden Tag zur gleichen Zeit aufwecken, – oftmals viel früher als Ihnen lieb ist! Das könnte an ihrem natürlichen Verhalten liegen, morgens aktiv zu sein, gefolgt von einem Nachmittagsschläfchen.. und einem Jagdausflug in der Abenddämmerung!

Sie können die innere Uhr Ihrer Katzen besonders gut beobachten, wenn es Zeit für’s Futter ist. Die meisten Katzen werden zweimal pro Tag gefüttert, und Studien haben gezeigt, dass Katzen schon kurz vor der regulären Essenszeit mit der Produktion der nötigen Chemikalien in den Verdauungssäften beginnen.

Andere Studien haben gezeigt, dass das Zeitgefühl einer Katze weitgehend von Licht und Sonne bestimmt wird, da Katzen, die ständiger Dunkelheit oder ständigem Licht ausgesetzt sind, ihre Routine verlieren und unberechenbarer werden.

Alles in allem sind Katzen mit einer tollen Auswahl an scharfen Sinnen ausgestattet. Sie mögen nach außen hin teilnahmslos und kühl wirken, aber in Wirklichkeit empfangen sie alle möglichen Signale aus der geschäftigen Welt um sie herum.

 

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