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Der Omlet Deutschland Blog

Welche Farben können Hunde sehen?

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Hunde nur in Schwarz und Weiß sehen. Dies ist nicht der Fall, doch ist ihr Farbsehvermögen im Vergleich zu dem des Menschen ziemlich eingeschränkt.

Der Durchschnittsmensch kann “alle Farben des Regenbogens” sehen, also von Rot bis Violett. Hunde haben nicht die gleichen Lichtrezeptoren in ihren Augen, ihnen fehlt vom Regenbogen die rote Hälfte des Spektrums. Sie können also die gelben und blauen Farben sehen. In der Tat ist ein Regenbogen für Hundeaugen eine Reihe von Gelb- und Blautönen in verschiedenen Schattierungen.

Die “fehlenden” Rot- und Orangetöne erscheinen Hunden als verschiedenen Schattierungen von hellem Braun. Auch Grüntöne von Gras, Bäumen und anderen Pflanzen sind für einen Hund hellbraun. Der leuchtend rote Ball, der im saftig grünen Gras liegt, mag für Sie ein ganz klarer Kontrast sein, aber für Ihren Hund sind sowohl der Ball als auch das Gras braun. Kaufen Sie Ihrem Hund jedoch ein gelbes oder blaues Spielzeug, wird es für Ihren Hund genauso sichtbar sein wie für Sie.

Glücklicherweise verlassen sich Hunde mehr auf ihren Geruchssinn als auf ihr Sehvermögen, so dass das Auffinden eines Balls im Gras gar nicht so schwierig ist, – egal welche Farbe.

Sehen Hunde Farben ihrer Betten und Spielzeuge?

Solange Sie die Hundebox, die Fido Nook oder eine andere gemütliche Ecke nicht mit Rot-, Orange- und Grüntönen dekorieren (die einem Hund allesamt hellbraun erscheinen), werden sie einen Farbtupfer zu schätzen wissen. Auch gegen Brauntöne ist natürlich nichts einzuwenden! Sie können also Ihre nächstes Polsterbett mit der Gewissheit auswählen, dass Ihr Haustier es nicht nur in Schwarz und Weiß sieht. Die Betten sind in einer Vielzahl von Farben erhältlich – alle garantiert hundefreundlich!

Es gibt auch keinen Beweis dafür, dass ein Hund einen blauen oder gelben Ball einem roten oder grünen vorzieht. Sie werden nur eher dazu neigen, einen hellbraunen Ball im hellbraunen Gras aus den Augen zu verlieren.

Woher wissen wir, dass Hunde bestimmte Farben nicht sehen können?

In den frühesten Forschungen zum Sehvermögen von Tieren wurde Hunden beigebracht, eine Scheibe zu wählen, die eine andere Farbe als die anderen hatte, indem sie die diese mit ihrer Nase berührten. Wenn sie die richtige wählten, bekamen sie ein Leckerli – immer ein großer Ansporn, wie jeder Hundebesitzer weiß! Manchmal hatten jedoch selbst die am besten trainierten Hunde Schwierigkeiten, den Außenseiter zu identifizieren. Dies ließ die Forscher darauf schließen, dass die Hunde nicht in der Lage waren, zwischen bestimmten Farben zu unterscheiden. Wenn alle Scheiben rot waren, bis auf eine grüne, konnten die Hunde nur hellbraune sehen!

Mit Elektroretinografie konnten Wissenschaftler auch messen, wie die Augen der Tiere auf Licht reagierten. Es zeigte sich bald, dass wichtige “Zapfen”, Fotorezeptoren, die im menschlichen Gehirn für die Farbwahrnehmung verantwortlich sind, bei Hunden fehlten. Der Mensch hat drei Arten von Zapfen, während Hunde nur zwei haben.

Können Hunde gut sehen?

Es mag Sie überraschen, dass Hunde, abgesehen von ihrem schlechteren Farbsehvermögen, nicht so klar sehen können wie Menschen. Ab einer gewissen Entfernung wird alles für sie unscharf. Sie haben eine genetisch bedingte Kurzsichtigkeit, deren Grad jedoch von Hunderasse zu Hunderasse variiert. Es nicht sonderlich überraschend, dass sogenannte ‘Sehhunde’ wie der Afghanische Windhund, der Greyhound, der Irische Wolfshund, der Schottische Deerhound und der Whippet besser sehen als Chihuahuas, Möpse und Bulldoggen.

Das Sehvermögen von Hunden kommt aber erst in der Dämmerung so richtig zur Geltung, in welcher sie genauso gut sehen können wie tagsüber. Wie auch Katzen, haben Hunde Netzhäute, die auch bei schlechtem Licht gut funktionieren. Die Form der Lichtrezeptoren ihrer Augen und eine reflektierende Gewebeschicht auf der Rückseite des Auges sorgen für diese Fähigkeit.

Und ja, diese reflektierende Schicht ist der Grund, warum die Augen von Hunden (und Katzen) auf Fotos und in Autoscheinwerfern immer rot aussehen. Kein Wolfsrudel in einem Horrorfilm wäre komplett ohne diese ‘glühenden’ Augen!

Hunde haben auch ein breiteres Sichtfeld als Menschen, da ihre Augen mehr an der Seite des Kopfes liegen als unsere. Dadurch können sie Details wahrnehmen, die uns entweder entgehen oder die wir nur “aus dem Augenwinkel” wahrnehmen würden.

Warum sehen Hunde weniger Farben als Menschen?

Hunde sind zu Jägern evolviert, genau wie moderne Wölfe. Das würde nahelegen, dass ein phantastisches Sehvermögen, wie z.B. bei einem Raubvogel, unerlässlich sei. Der Unterschied zwischen einem Hund und einem Adler besteht jedoch darin, dass sich der Hund für die Jagd bei Nacht oder in der Dämmerung entwickelt hat. Ein Jäger braucht nachts kein volles Farbspektrum, da die Farben ja bei Sonnenuntergang automatisch verschwinden. Die wichtigste Fähigkeit besteht darin, Bewegungen zu erkennen und Dinge im Halbdunkel scharf zu sehen. In dieser Hinsicht sind die Augen von Hunden hervorragend, und sie sind auch extrem empfänglich für Bewegung.

Der Mensch hingegen hat sich als Jäger bei Tageslicht entwickelt, und deshalb haben wir ein besseres Farbsehvermögen. In der Nacht sind unsere Augen ohne künstliches Licht hoffnungslos überfordert. In der Morgen- und Abenddämmerung hat unser Gehirn große Schwierigkeiten, Objekte, die sich bewegen mit Sicherheit zu erkennen. Das ist der Grund, warum Geister, Kobolde und andere vermeintlich übernatürliche Phänomene zu diesen Tageszeiten auftreten – sie sind das Ergebnis des Bemühens unseres Gehirns, sich im Halbdunkel zurechtzufinden!

Das menschliche Sehvermögen enthält also mehr Farben als das eines Hundes, aber wenn es ums Farbsehrvermögen geht sind wir nicht die Spitzenreiter in der weiteren Tierwelt. Viele Insekten, darunter Bienen und Schmetterlinge, aber auch viele Fische und Krebstiere, haben weit mehr Lichtrezeptoren als wir und sind fähig, noch viele andere Farben im Regenbogen und in der Welt um sie herum sehen.

Das Sehvermögen eines Hundes ist trotzdem perfekt, – für einen Hund!

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