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Was ist eine brütige Henne, und wie verhindert man, dass sie brütig wird?

Die meisten Hennen legen ihre Eier mit minimalem Aufwand. Sie machen vielleicht ein bisschen Lärm, um ihren Erfolg beim Eierlegen zu verkünden, werden aber bald wieder zum täglichen Geschäft des Erforschens und nach Futter Scharrens zurückkehren. Einige Hennen sind jedoch etwas launischer. Oder brütig, um genau zu sein.

Eine brütige Henne ist eine, die auf ihrem Ei sitzt, mit der festen Absicht, dort zu bleiben, bis es geschlüpft ist – ganz unabhängig davon, ob das Ei befruchtet ist oder nicht. Dies ist äußerst nützlich, sollten Sie sich entschlossen haben, Küken auszubrüten, im Normalfall kann es jedoch ein Problem darstellen.

Die Ursache der Brütigkeit ist auf Körperwärme zurückzuführen, -unterstützt durch Mutterinstinkte. Hennen, die zusammen in einem heißen Hühnerstall eingesperrt sind, können sich plötzlich so stark erwärmen, dass sie denken: „Ich werde ein Ei ausbrüten!“ Einige Rassen scheinen anfälliger für Brütigkeit zu sein als andere, wobei die Silkies und Cochins besonders brütig sein können.

Zeichen der Brütigkeit

Eine brütende Henne vollzieht einen Persönlichkeitswandel. Das offensichtlichste Zeichen dafür ist ihre Weigerung, den Nistkasten zu verlassen. Sie wird dort mit der Aura eines Vogels sitzen, der gerne bis zum Jüngsten Tag wartet, bis das Ei ausgebrütet ist. Diese unangebrachte Hingabe wird sie auch mürrisch machen und es besteht die Gefahr, dass sie wütend pickt oder gackert, wenn Sie versuchen, sie zu bewegen.

Sollte es Ihnen dennoch gelingen, sie aus der Box zu vertreiben, wird sie einfach wieder zurückkehren und ihr Brüten wieder aufnehmen. Sobald sie sich in ihrer neuen mütterlichen Rolle etabliert fühlt, wird sie ihre Federn aufschütteln und vielleicht beginnen, ihre eigenen Brustfedern auszurupfen, um das Nest auszukleiden.

Wie man verhindert, dass eine Henne brütig wird

Der Schein kann trügen. Es mag Ihnen zwar so vorkommen, als säße die Henne für alle Ewigkeit im Nistkasten, aber in Wirklichkeit bleibt sie dort – normalerweise – nur drei Wochen. So lange dauert es nämlich, bis ein Hühnerei ausgebrütet ist. Wenn es der Platz erlaubt, können Sie sie also einfach 21 Tage lang brüten lassen, dann wird sich ihre Stimmung heben und sie wird wieder zur Tagesordnung übergehen.

Dies bedeutet allerdings, dass Sie dafür sorgen müssen, dass die Henne während dieser Zeit Futter und Flüssigkeit zu sich nimmt, und das kann heißen, dass Sie sie gegen ihren Willen aus dem Nistkasten entfernen und ihn verschließen müssen, bis sie Erfrischungen zu sich genommen hat. Das Tragen von festen Handschuhen ist dabei eine wichtige Vorsichtsmaßnahme, um zu verhindern, dass Sie dabei gepickt werden.

Den Rumpf der Henne in kühles Wasser zu tauchen, ist eine gängige Methode, um der Brütigkeit ein Ende zu setzen. Wiederum, da der Zustand mit Körperwärme in Verbindung steht, wird eine plötzliche Abkühlung in der Regel Abhilfe schaffen. Die Methode ist nicht gerade subtil – man nimmt die Henne und taucht ihren Rumpf zehn Sekunden lang ins Wasser.

Ein verwandter Trick gegen Brütigkeit besteht darin, ein Päckchen gefrorene Erbsen oder Maiskörner unter das Huhn in den Nistkasten zu legen. Zerstoßene Eiswürfel in einer Tüte tun es auch. Dies hat den doppelten Effekt, nämlich das Huhn abzukühlen und das Leben im Nistkasten für das Brüten zu ungemütlich zu machen.

Manchmal kann ein einfaches Hindernis wie ein Blumentopf (oder ein paar Ziegelsteine) den gewünschten Effekt erzielen. Wenn die Henne keinen Zugang zum Nistkasten hat, kann sie nicht dort sitzen und brüten.

Einige Besitzer benutzen ein so genanntes „Brütgehege“, um die Gewohnheit zu brechen. Dabei handelt es sich um einen Drahtkäfig oder eine Kiste, in dem das Huhn zusammen mit Futter und Wasser untergebracht wird. Der Draht ist etwas unbequem und hilft auch, das Huhn zu kühlen. Nach drei Tagen durchbricht diese sanfte Form der ‚Einzelhaft‘ in der Regel die Brütigkeit.
Die Anzeichen dafür, dass die Brut-Laune vorbei ist, sind offensichtlich – die Henne hört auf, ihre Federn aufzuplustern und stakst im Käfig herum, anstatt zu sitzen und zu brüten.

Natürlich könnten Sie wiederum auch einige befruchtete Eier kaufen und die brütende Henne damit weitermachen lassen. Wenn Sie Küken wollen, ist dies bei weitem die einfachste und natürlichste Art, sie zu produzieren – unter dem flauschigen Bauch einer brütenden Henne.

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